Samstag, 27. August 2016

Manchmal erstaunlich - was einem so im Hirnspeicher hängenbleibt ....

... wo ich gerade die Straßenbaumaschinen laut vernehme draußen - fällt mir wieder einmal eine Taxifahrt ein - die ging zu einem gigantischen Braunkohle-Abbau-Gebiet.
Den Namen der Ortschaft habe ich längst wieder vergessen - aber die Geräusche blieben bei mir hängen.

Ich fuhr den Kunden vom Flughafen dorthin - er hatte einen Termin bei einer bekannten  Weißzuckerfabrik - die lag gleich neben dieser verletzen Erde.
Fragte ihn - ob er wieder zurück müsse später und bot ihm an, da zu sein. Er schlug ein - und so machte ich einen kurzen Ausflug an den Rand dieser gigantischen "Grube".  Und war schockiert.

Ich folgte also von der Zuckerfabrik bzw. über einen kleinen Abstecher den Hinweisschildern, stellte die Limousine auf einem Parkplatz ab und ging dann zu Fuß weiter zu dem sogenannten Aussichtspunkt.
Oben angekommen - war ich erstmal nur sprachlos.

Das mußt Du sehen - das kann ich nicht beschreiben. Raubbau vom Schlimmsten.
Und gigantische Maschinen unten in den Mulden - die eh schon bis zur Zuckerfabrik gedröhnt hatten.
Tag und Nacht geht das dort so - und die Menschen, die dort leben, hören es nicht einmal mehr.

Ich traf da oben ein sehr freundliches Rentnerpaar an - die leben schon seit Jahrzehnten dort. Er hat einst dort unten gearbeitet. Als ich wieder sprechen konnte - fanden wir uns in einer Unterhaltung wieder - bzw. ich lauschte ihnen gerne mal, was sie so zu erzählen hatten zur Region.

Sie erzählten mir u.a. - daß es etwa eine knappe Stunde braucht - um mit einem Auto den Rand dieser gigantischen Erdwunde abzufahren.

Ich nieste schon - hatte den Staub in den Augen, in der Nase und in der Lunge - und spuckte sogar aus, mit Ansage, weil auch die Zunge voll mit dem Staub war.

Sie - merkten von alledem schon lange nichts mehr - wie sie mir mitteilten.
Sie hörten nicht mal mehr diese Maschinen - die mir noch Monate in den Ohren nachklangen.

Ich bedankte mich bei Ihnen und fuhr zurück zur Zuckerfabrik. Dachte noch - wat ein Witz - der braune Molloch und der schneeweiße Zucker - gleich nebeneinander.
Bischen Autofenster ezc. putzen - und warten halt - auf den Business-Mann.
Auf dem Rückweg - wie peinlich aber doch gut so! - lotste mich der Navi noch auf eine ganz andere Strecke - und durch zerstörte Dörfer.
Wo einst mal blühendes Leben gewesen sein mußte - alles verfallen und sogar die Fensterscheiben der Häuser zerstört. Totentanz!

An dieser Stelle - beschwerte sich der Fahrgast nicht etwa, der sich ganz gut auskannte in dieser Gegend - sondern wurde sogar noch gesprächig - und berichtete mir kurz von seinem eigenen Schock, als er vor Jahrzehnten zum ersten Mal in diese Gegend und zur Zuckerfabrik kam. Damals noch per Auto. (Hätten wir eh hinbekommen - also was den Fahrpreis betrifft .... )

Komisch manchmal - ich habe Tausende und Abertausende von Fahrten schon vergessen. Aber - diese klingt mir manches Mal noch in den Ohren nach. Also - diese mehr als schweren Maschinen bzw. Bagger.

So - hoffentlich - sind die Jungs hier gleich mal fertich mit ihren schweren Maschinen.
Hatte allerdings weit Schlimmeres erwartet - da stand was von nachts um dreie auf dem Info-Zettel gestern. War wohl nur - die Vollsperrung. 

Zwei Wochen mit Kater ....

... und ich habe keine Ahnung mehr - wie das vorher hier ohne ihn war.

Er ist so ein feiner Kerl - und liegt gerade hier auf dem Tisch.
Alles hat er bestens gemeistert.
Umzug nach fünf Jahren - nach Unbekannt.

Das einzige kleine Thema, welches wir noch haben - ist: Manchmal liebt er es - sich an einer Wand schön lang zu machen - und versucht dann auch, mal seine Krallen zu wetzen, wenn er wieder runterkommt vom Strecken.
Ich trage ihn dann jeweils kurz zu diversen anderen Optionen - die ihn aber irgendwie noch nicht so recht begeistern. Wird schon .....

Also: S´Katertier - macht alles bestens.
Kleine Fehler - lagen bei mir hier.
Zum Bespiel kurze "Vergleiche" aus der Erinnerung heraus - mit seinem Vorgänger. Was völliger Unsinn ist - die sind überhaupt nicht vergleichbar. Jeder für sich - perfekt erschaffen. Mit allem Drum und Dran.
Hab´s aber zügig bemerkt.
Und auch zwei Bilder von der Wand genommen - vom Vorgänger.
Klingt vielleicht komisch  - aber da steckt ja überall Energie drin - und Katzen kriegen sowas sehr gut mit.

Er ist nun also die neue Nummer 1 hier - und so soll das sein.

Auch meine "Futter-Neurose" habe ich mal zügig losgelassen. S´Kind bekommt jetzt - sein altes Futter, welches ihm einfach schmeckt. Und dazu noch wechselweise mal das Gesündere  bzw. Gehaltvollere. S´Kind kommt gut damit klar.

Seinen längst gut ausgebauten Platz unter der Küchenspüle - liebt er weiterhin, der Kater.
Wenn ich dann aber mal die Tür öffne - kommt er gerne gleich raus.
Heute - habe ich mal länger gewartet, es ist sehr heiß im Himmelsgeschoß - und unter der Spüle fast kühl im Vergleich.
Meistens - bekomme ich ein fröhliches "Brrrrrrrtt ....." als Antwort - und dann ist er schon draußen.

Ein "Schmusekater" ist er eher nicht bisher.  Holt sich zwar ein paar Streicheleinheiten gerne ab - und liegt oft auch gerne in Menschennähe - hat aber sonst genug zu tun - auch mit sich selbst. Will sagen: Er weiß sich ganz gut zu beschäftigen. Besonders nachts. Vielleicht ist er ja eine Zwillingssonne?
Er streicht einem auch gerne um die Beine rum - und reibt sein Köpfchen an diesen.
Ist aber ansonsten - eher manchmsl "hibbelig" = unterwegs.
(PS: Heute schon -  ein Schmusekater - aber nicht einer, der zum Menschen kommt - sonder einer - der sich auf den Boden wirft und wartet - daß der Mensch zu ihm kommt).

Der Salon sieht mal wieder aus - wie ein "Katzen-Kinderzimmer".
Gestern kam endlich der Karton in der richtigen Größe -  und ein feines Spielzeug - an und für sich auch zum Kratzen gedacht (siehe oben - bis jetzt noch ein Scherz ...).Gespielt hat über über Nacht schon damit - kann ich hören - aber dran Kratzen - kratzt ihn nicht. 
Kratzbaum - dito.
Seufz ....

Wie auch immer - bin sehr froh - ihn adoptiert zu haben.
Und er scheint mir auch recht zufrieden und munter soweit.
Übrigens - trotzdem mensch das gar nicht vergleichen kann - sein einstiger Vorgänger hat auch mindestens zwei Wochen gebraucht, bis er so richtig mutig wurde.
Wird der Kleine hier auch noch - ich denke - ich werde mich noch wundern dürfen über ihn.

Und sonst?
Hitze heftigst hier -  und die nochmal über´s Wochenende volgesperrte Straße - wird schlußbehandelt.
Stinkt - und macht Krach gerade. Wenn die fertig sind - wird es nochmal wieder paradiesisch still.
Und ab Montag dann - ist die Straße wohl wieder auf.
Wird erstmal komisch werden, der bereits ungewohnte Lärm.
Saß in den vergangenen Wochen hier - und lauschte - wie Stille klingt.

Die Pferdchen sind wohl schon abgeholt - sehe sie nicht mehr auf der Weide und höre sie auch nicht mehr wiehern in der Stille.
Die Kühe sind noch da.
Die Vögel - haben gar nicht mehr gesungen morgens - seit die Straße gesperrt und hier alles so still war. Bin mal ehrlich  gespannt - ob sich das wieder ändert, wenn die wieder auf ist.
Als ich einst mitten in der Wallachei war für Monde - haben die ja trotzdem aus dem Wald gesungen und konzertiert wie "jeck" - aus der Stille raus jeden Morgen. Schaumermal ...
Ich danke erstmal - dem Leben - für unerwartete Zeit hier.
Betrifft sowohl den feinen Kater - als auch die Stille.   

Donnerstag, 25. August 2016

Hurra - der Kleine hat sich endlich das Bett erobert ...

.... hurra hurra.
Nach fast zwei Wochen hier - hat er sich endlich getraut.
Also gestern - janz allene. 
Irgendwann - sah ich ihn dort liegen - auf der Bettdecke - schön entspannt.
Heute morgen - tapste er mir dann auch noch mal gerne über meine Füße - ganz mutig.
Und manchmal - kommt er gleich gen Herzen angerannt. Aber immer nur - kurz.

Gäbe auch noch viel Anderes zu schreiben gerade - also nicht nur zum Katerchen - aber die Hitze hält mich definitv davon ab.
Zum Einen.
Und auch - meine Unlust - mich diesen Dämonen überhaupt noch zu widmen - die im Lande und auf der Welt wüten.
Seit vielen Tausenden von Jahren.

Auch das kleine Katertier - ist froh - mit sowas nix mehr zu tun haben derzeit.
Die ersten Tage mit uns hier - waren erstaunlich schwer - rein seelisch.
Es gab viel Traurigkeit und Ängste - in der Hütte. 
Nun ist es schon - sehr sehr viel leichter geworden.
Und wird jeden Tag leichter.

In den ersten Tagen - hörte ich sogar Stimmen - die ich so gar nicht kannte.
Und die sich gegen dieses feine, leichte und unschuldige Wesen richteten.
Fühlte sich - einfach nur Scheiße an.
Und ich war - entsprechend verwirrt.

Haben wir aber - inzwischen gelöst.
Und jeden Tag - sind wir beide hier - gelöster - von so seltsamem Zeugs.

Ich arbeite aktuell für mich dran - an all dem seltsamen Zeugs.
Auch an dem - was ich einst bei meinem "Vorstellungsgespräch" aufgeschnappt hatte. 
Tut gut - es zu lösen.

Und er - löst es für sich.
Also - seine einst härteren Zeiten.

Wer an sowas nicht glaubt - der darf es gerne lassen.
Wir beide - haben es jedenfalls - von Tag zu Tag hier besser.
Und so - soll es sein. 

Aha - ab 50 Grad in der Sonne - fällt also das Thermometer aus ....

... die hatten wir eben hier - und es zeigte nix mehr an.
Nun hat es sich wieder abgekühlt - auf 49 - das schafft es noch.
Haha ....

Der kleine Kater - ist inzwischen sehr neugierig - was da los ist.
Wenn ich versuche - mal die Tür zum Salon zu schließen - um sehr früh morgens wenigstens mal das Fenster weit aufzumachen.
Meine Chancen sind gering - denn sofort kommt heftiger Protest - ob einer verschlossenen Türe.

Zwar bin ich sicher - daß er klug ist, wäre - nicht gleich runterzuspringen.
Aber ich will es erst gar nicht versuchen.
Besonders nicht - mit dem Dachfenster.
Da ist er  auch schon heiß drauf - und da würde er sicher auch kurzerhand rausgehen.

Irgendwann - wenn er noch viel kecker geworden ist - wird er auch seine Neugier für die Wohnungstür anmelden.
Und dann - sehen wir mal weiter.
Jaaaanz langsam.
Er weiß bestens - was Türen sind.
Hat schon viele Male die Geheimtür in der Geheimkammer angemaunzt.


Übrigens hat dieser Kleine -
vorne O
und hinten X -
Beine.

Mittwoch, 24. August 2016

S´Katerchen bringt mir nochwas bei ....

... ich hatte mich hier sehr gefreut - daß der sofort anderes Futter angenommen hatte. Und gefressen hat - wie ein Scheunendrescher.
Jetzt aber - hat das Kind schon seit ein paar Tagen Durchfall - und ich ein schlechtes Gewissen - ihm wohl zu schnell zuviel Neues zugemutet zu haben.

Er wird also erstmal - gerne - sein altes Zeugs bekommen - jedenfalls ein Döschen davon am Tag.
Und wenn es nur für die Katerseele ist - die ja nach fünf Jahren aus allem Gewohnten herausgerissen wurde. 

Ansonsten - macht er eh alles wunderbar und bestens.
Aber - er hatte ja hier quasi gar nichts Gewohntes mehr.
Außer bischen olles Spielzeug - welches ihn wohl nicht die Bohne interessiert.
Und zwei kleine Kratzbretter - die einst an der Wand hingen - und die er seither nicht einmal auch nur angesehen hat.

Eigentlich - ist er schon sehr zutraulich geworden.
Wenn ich denn mal irgendwann die Tür von der Küchenspüle aufmache - und ich halte mich schwer zurück wegen "Gluckomanie" - ist er sofort da - und draußen. Scheint fast drauf zu warten - mal wieder "eingeladen" zu werden.

Morgens - mach ich gar nicht mehr die Tür auf - er kommt gerne von selbst raus.
Und manchmal - je nach Tagesform - auch sonst.
Wenn er möchte.

Mein Gefühl zu ihm - ändert sich.
Es war in den ersten Tagen - ziemlich "schwer".
Nun - ist er mir längst ans Herz gewachsen - und hat immer leichtere Momente.

Dieses schwere Gefühl - konnte ich mir überhaupt nicht erklären.
Bei so einem leichten Wesen.
Vielleicht - war es der einstige "Schock" - dieses feine Tier unter einer Decke versteckt anzutreffen - gestreßt.
Ich weiß es nicht.
Aber - wir lösen es.
Mit der Zeit.

Im Grunde - hat er sich schon sehr gut eingelebt - .und begreift auch langsam - daß die Bude hier auch ihm gehört.
Es gibt nur eine einzige "Regel" - und Bitte von mir an ihn:
Gut geeignete Kratzplätze aufzutun.
Jenseits - von Tapeten.
Bislang - auch hier alles fein.

Hatte nur einst kurz gesehen - was er da angerichtet hatte - im Frust.
Oha! Wenn sie wollen - hält sie niemand davon ab.
Sieht aber aus - als wolle er gar nicht - nochmal so einen Terz veranstalten.
War sicher auch für ihn - anstrengend.

Habe heute mal was Feines bestellt - zum Kratzen.
Ist gleichzeitig auch was zum Spielen. 
Ob er sich damit locken läßt - wer weiß?
Sehen wir dann.
Katzen - lassen sich ja nicht verarschen.
Es muß ihm also ggf. - auch gut gefallen.

Ist wie mit Kindern - Du kannst immer nur Angebote machen.
Und - ist auch wie mit erwachsenen Kindern - da gilt - das Gleiche.

Interessante fünf Minuten ...

... wie weit es im Land gekommen scheint - mit der Meinungsdiktatur. 
Und recht amüsant gemacht, 
Mir ist nicht ganz klar - wieso die Dame da permanent maßregelt. 
Aber es wird schnell klar - daß sie es wohl mehr als genießt. 

Überhaupt - verstehe ich schon lange nicht mehr - was hierzulande in Sachen Meinungsdiktatur vor sich gehen zu scheint. Zumindest - wenn mensch die Medien dazu nimmt - egal, welche.

Ich kenne sowas gar nicht wirklich.
Also, daß mensch sich nicht mehr äußern sollen dürfe.
Und wenn er/sie es doch tut - dann gebrandmarkt wird mit Unsinn.
Höre nur immer wieder davon.

Und stelle seit einigen Monden fest - aber nur aus der Netztheorie bzw. aus hörbaren Beiträgen dort - daß wohl sehr Viele sich anpassen in vorauseilendem Gehorsam.
Also entweder gar nicht mehr kundtun, was sie wirklich denken und/oder fühlen.
Oder sich permanent distanzieren mit Aussagen wie "Ich bin nicht dies oder das, aber ....".
Im echten Leben aber - erlebe ich es immer noch ganz anders. 

Was ich auch registriere, ist: Es ist sehr häßlich geworden im Netz - jedenfalls oft - in den Kommentarbereichen. Sehr viele Bezahlschreiber sind unterwegs, um jede Menge Destruktivität zu streuen. S´Lesen solcher Kommentare - vergeht mir immer mehr.  Und es ist so offensichtlich - daß die einen Auftrag haben = Zwietracht zu säen.

Hab in zehn Jahren der Limousinenlenkerei - und auch vorher im Leben - immer mit Menschen gesprochen. Auch sehr kontrovers. Manchmal - waren meine Gegenüber allzu radikal - und es hatte daher keinen Sinn bzw. war verschwendete Energie. Auch das - lernt sich.

Aber mit den meisten Menschen - war ich es gewohnt, auch trotz eventuell diametral entgegensetzter Weltsicht - in Ruhe ein Gespräch zu führen. Ein solches gar am Zielort noch weiterzuführen - weil es manchmal wichtig ist - für beide. Selbst, wenn man sich nicht irgendwo trifft oder annähert. Dann - bleibt es eben so stehen - und man kann sich dennoch freundlich verabschieden. Manchmal sogar noch im Nachgang drüber sinnieren - und eventuell was dazulernen.

Habe in der Anfangszeit auch noch den Fundamentalisten zugehört - ob sie was vorzubringen haben, was eventuell Hand und Fuß hat. Als ich merkte - sie wollen einen lediglich missionieren und haben einen echten Betonschädel - habe ich es gelassen.

In jungen Jahren war ich mal ene Weile mit einem "Skinhead und Hooligan-Kumpel" unterwegs. Rein platonisch. Eigentlich ein sehr Wacher - aber eben mit speziellen Macken bzw. "Triggern". Da war dann öfter mal der Ofen sehr schnell aus - und ich habe noch versucht - ihn zügig wieder runterzuholen von dem Trip. Bzw. zu verstehen - was da los ist bei dem.
Unsere Weltsichten hätten fast nicht viel verschiedener sein können - und dennoch zogen wir ein paar Monde zusammen um die Häuser. Muß für ihn auch eher "anstrengend" gewesen sein.  Haha ....

Was da derzeit los zu sein scheint - und ich weiß ja nicht einmal, ob es wirklich so ist oder nur wieder eine "mediale Erziehungsmaßnahme" sein soll - kann ich mir fast nur so erklären:
Viele Menschen - scheinen sich nicht mehr für andere Menschen zu interessieren. Und damit auch nicht wirklich für sich selbst. Also für sowas wie - aus Begegnung lernen. Und derart womöglich auch selbst ein bischen wachsen - wenigstens an Erfahrung.

Zum Glück - siehe oben - kenne ich das so nicht. Und hab es meistens anders erlebt.
Muß allerdings auch sagen - daß ich zur Zeit eine Art "Erholungspause" von allzuvielen Menschen und "Mein-ungen" äußerst genieße. Habe schon soviel Lebenszeit damit verbracht - uns Menschen verstehen zu wollen. Wie wir so ticken. Gestrickt sind. Und früher mal - habe ich mich damit auch verausgabt- bis zum Anschlag.

Hier - wo ich bin -  kenne ich solche Sprechverbote auch nicht. Im Gegenteil - eher muß ich lachen - wenn wieder mal beherzt so gar kein Blatt vor den Mund genommen wird. Wozu auch?

Nochmal zu der Dame oben - die so exzessiv ihre Mitmenschen für nichts und wieder nichts zurechtpfeift:  Die hat ein ganz eigenes Problem - zu lösen. Und als mögliche Zweit-Karriere käme wohl "Domina" in Frage. 

Immer noch still hier ...

.... gestern hieß es, heute würde die Straße wieder aufgemacht - weil die Schulbusse wieder fahren.
Dem ist aber nicht so.  Es ist immer noch alles still - nicht mal Flieger heute. Der Himmel komplett frei und blau.
Ich könnte mich dran gewöhnen.
Mühelos.
Und danke dem Leben - für diese Wochen hier - ohne Autolärm.
Und ohne Menschen-Gewimmel im Supermarkt - wobei es ja hier ohnehin schon Tausend Mal angenehmer ist als in der großen Stadt.
Aber diese Stille - ist  nochmal ein echtes Sahnehäubchen.

Nur der Huusmeister von nebenan - hat heute wieder gelärmt.
Mit seinem Elektro-Blättersauger - der überhaupt keine Leistung bringt, aber sicher ordentlich Strom und Geld zieht.
Diesmal aber - "nur" etwa zweieinhalb Stunden sinnloser Lärm - letztens waren es vier Stunden - habe gestern mit der Nachbarin drüber geschimpft. Sie meinte, es waren ganze vier Stunden! Ich hatte dreieinhalb gezählt. In jedem Falle - völlig absurd.
Aber - er merkt es nicht.

Wir haben hier gestern mal eben das erste Herbstlaub - im Anschluß an den Rasen mit dem Rasenmäher hochgenommen. Geht ratzfatz und ganz gut - wenn er eh schon mal in Betrieb ist.

S´Katerchen ist auch gut drauf. Lustig isser manchmal. Zum Piepen - wenn er in Fahrt ist und durch die Himmelshütte jagt.
Jetzt Siesta - unter der Küchenspüle.
Erzählte gestern - daß diese nun für ihn freigeräumt ist - und wir lachten noch drüber - was mensch so alles gerne tut für die Tiere.
Der "Kleine" - der vom Charakter ein Großer ist - ist mir längst schon ans Herz gewachsen.
Heute morgen hat er sich einmal am Bett langgemacht und stand mit Vorderpfoten drauf - guckte - und entschied sich dann wieder für einen Abzug. Irgendwas - hält ihn immer noch davon ab - sich auch das doch sehr gemütliche Bett für sich zu erobern.  Also auch - wenn kein Mensch drin liegt. Denke - er wird es mit der Zeit noch ein paar Mal testen.

Heute morgen hatte ich auch mal die Salontür geschlossen - um das Fenster weit zu öffnen. Sofort kam Protest, als er aus seiner Höhle kam. Gut so - wenn er sich mitteilt.


Er zeigt mir auch was auf - in seiner ihm oft gegebenen Stille - wenn er nicht gerade lustig erzählt und sogar manchmal antwortet:
Das Gelärme in meinen Gedanken.
Seit er hier ist - ist es schon besser geworden.
Er bringt eben - "kätzliche" Ruhe mit.
Und seit er hier ist - lese ich auch wieder.  S´Kind mag keinen Lärm.
Ich im Grunde auch nicht.

Ja - es ist eine gute Zeit gerade.
Darf das sein?
Wo doch die Welt so auf dem Kopf steht?
Ja - das darf sein.
Es soll sogar so sein.
Ich hatte schon genug sehr unruhige Zeiten in diesem Leben - und freue mich daher gerade ganz besonders. Und staune.

Dienstag, 23. August 2016

Idylle ...

Ja - ich freue mich hier gerade wieder mal und immer noch über "unsere kleine Insel".
Das ist sehr wichtig und wohltuend - in verrückten bis wahn- und irrsinnigen Zeiten.
Und auch - ganz einfach!

Kürzlich hat meine liebe Nachbarin der "süßen Neuen" das nochmal so kurz mitgeteilt: "Hier steht Jeder für Jeden ein - wenn was ist."  Die "süße Neue" findet das auch fein so - sie hatte zuvor gefragt, ob sie ihren Ersatzschlüssel dalassen könne - z.B. für einen Termin nächste Woche mit dem Heizungsmann. Oder - wenn ihre erwachsenen Kinder mal spontan vorbeikommen wollen.

Heute vormittag gegen Elfe - hat´s hier geklingelt und von unten kam der Ruf: Sati - kannste mir mal den Rasenmäher anwerfen?
Ja - Momentchen - bin gleich da.

Wir haben hier seit diesem Jahr einen Benziner - was sehr praktisch ist - einerseits. Aber um den anzuwerfen - braucht es ein bischen "Schmackes".  Und soviel hat die zähe, zierliche Frau nicht.

Nachdem ich sie nochmal fragte - ob sie sicher sei mit diesem  Vorhaben - warf ich den also mal an für sie - erklärte ihr kurz, wie der so funktioniert - und wußte schon: Sie wird ihn nicht ein zweites Mal angeworfen bekommen.
Wenn der Behälter voll ist - mußt Du ihn ja ausgehen lassen. Und danach vernahm ich nur noch: Stille. Haha ....
Außerdem war der Rasen klatschnass - und da wiegt der  Behälter recht schwer. Alleine das - schien mir schon - absurd. Zumal sie auch nicht schwer tragen soll.

Ich ging also nochmal runter - in die Stille - und so war´s: Beide Damen - unsere liebe Einstige war auch hier - bekamen das Ding nicht mehr an. Also - kurze Ansage: Bin noch gar nicht wach - hatte noch gelesen im Bett - und komme gleich wieder, wenn ich ein Täschen (moderaten) Kaffee getrunken habe. Mache das dann.

Wollte ich eh schon die letzte Woche - aber immer, wenn das Gras endlich trocken war - hatte es schon wieder heftige 35 bis 40 Grad. Und bei solchen Temperaturen - mache ich das nicht.

Hab mich dann heute vormittag ein bischen gesputet - und den Kaffee unten ausgetrunken. In geselliger Runde.
Jedwede Arbeit - geht eben erfahrungsgemäß viel leichter von der Hand - in wohlwollender Gesellschaft. Da bekommst Du einfach andere Flügel - als so ganz alleine.
Also dachte ich mir - geh runter, solange die beiden Süßen noch da sind.

Jede - hat sich ihres gesucht - und ruckzuck haben wir wieder alles fein in Ordnung hier.

Den Rasenmäher - konnte die zierliche Frau auch gar nicht anwerfen - da hatte sich der Zug verkeilt und klemmte gnadenlos.  Ich bekam ihn also auch nicht mehr an - wegen defektem Zug.
Aber: Habe die Zierliche das mal eben reparieren lassen - sie kennt sich nämlich bestens aus - weil ihr Mann immer soviel brasselt an Motoren. Aber - so sagte sie - das erzählt sie meistens nicht.
Jut - jetzt weiß ich es. 
Und schon - war der Klemmer überwunden, es hatte sich einfach nasses schweres Gras drin verkantet,  und es konnte weitergehen. Fein!
Ganz fein auch - wenn man sich ergänzen kann.

Als ich fertig war - bzw. wir alle - jede mit ihrem kleinen Werk - fragte ich sie noch - ob sie mir wohl auch zeigen könnte, wie ich meine kaputte Blinkerbirne am Auto wechseln kann. Kann sie! Super - da muß ich nicht mal den Mann fragen, wenn er müde von der Arbeit kommt.
Jetzt - weiß ich auch, wie das geht. Ist simpel - nur ein kleiner wertvoller Hinweis fehlte mir noch, um den Lichterkasten sanft in die Hand zu bekommen. Hatte die Hebelung nur an einer Seite betätigt - man muß es aber auf beiden Seiten tun - und schon - hat man das Ding mühelos in der Hand.
Ich wußte dann widerum - intuitiv - wie das Birnchen raus und wieder reingeht.

Ja - macht echt Freude - sich ergänzen zu können.
Und jetzt - haben wir noch einen Minimalplan geschmiedet - für kommende Zeiten.
Ich werde eben weiter Rasen mähen - und sie macht das Filigranere.
Und - wir wollen es gemeinsam tun - weil´s dann irgendwie - warum auch immer - leichter ist.
Höchstvermutlich - wegen der netten Pausen - in denen wir, auf der Treppe vor der Tür unten im Schatten sitzend, ein wenig schwatzen.

Montag, 22. August 2016

Der Kater und sein "Name" ...

... der hört nicht die Bohne auf diesen.
Paßt auch nicht zu ihm.

Nicht etwa - daß Katzen auf ihre Namen "hören" würden - aber immerhin spitzen sie manchmal ihre Ohren, wenn sie einen solchen Zuruf vernehmen.
Dieser Kater - gar nicht.
Interessiert den überhaupt nicht.
Scheint den Namen/Klang gar nicht wirklich zu kennen.

Wir experimentieren jetzt hier - mit anderen - also "Spitznamen".
Und wat macht der?
Er stellt seine großen spitzen Lauscher auf - und reagiert sogar - wenn er will - drauf.

Am besten ist immer ein deutliches "I" dabei. 

S´Katerchen - tastet sich langsam vor ....

... in sein ganz neues Leben und Revier.
Er tut das - in seinem eigenen Tempo und in seiner eigenen Perfektion.
Jeden Tag - anders.
Und an jedem Tag - nochmal mehrfach anders.

Und so zeigt er mir auch - daß ich ja auch jeden Tag immer wieder anders . "drauf" bin.
Kürzlich hatten wir hier einen so ruhigen Tag - daß ich ganz erstaunt war.
Er schlief und ruhte - bis in die Nacht.
Vermutlich auch ein Erholungsschlaf - vom krassen Wechsel kürzlich. 
Und ich las - soviel wie ewig nicht mehr in dieser Stille.

Dann wieder - kommt er morgens gerne aus seiner Höhle unter der Küchenspüle, die nun ganz ihm gehört. Ohne, daß ich die Fronttür öffne.
Und maunzt sich was.
Manchmal aber - frühestens gegen mittag - öffne ich die auch mal und gucke - wie er so drauf ist. Immer öfter - kommt er gerne gleich raus.

Er frißt - hat Appetit - und manchmal haut er rein wie ein Scheunendrescher.
Was er bestens vertragen kann - er war sehr mager bei seiner Ankunft hier. Glaube - er hat schon zugenommen. 
Trinkt Wasser.
Verweigert weiter "Leckerchen" - die ich ihm heute nochmal als Option anbot.
Gut so!

Manchmal spielt er formidabel - mit den kleinsten Alltagsdingen - zum Piepen.
Dann - ist er wieder zu müde und ruht wieder.
Ich freue mich - daß er sich nun auch getraut, mitten im Salon und "ganz offen" zu ruhen.
Ob auf seinem Sessel oder mitten im Raum auf dem Teppich.
Manchmal ruht er auch ganz in meiner Nähe - an den Füßen.
Überhaupt - läuft er manchmal gerne mit auf meinen Wegen.

Holt sich seine Schmuseeinheiten ab, wenn er sie will.
Und dann - wenn er keine will - duckt er sich unter meiner Hand durch wie eine Flunder.
Irgendwann wieder - wirft er sich auf den Rücken  - und läßt sich auch gerne am Bauch kraulen. 
Freundlicherweise fallen seine Liebesbisse sehr geschmeidig aus - und hat er auch seine Krallen meistens nicht ausgefahren.

Nur gestern oder vorgestern - als er über meinen Oberschenkel zum "Küchen-Bartisch" hochging - da war es schmerzlich. Sein einstiger Futtergeber hatte ihm wohl einst dies "beigebracht": An ihm mit ausgefahrenen Krallen bis zum Hals bzw. zur Schulter hochzugehen. An den Klamotten. So gehört beim einstigen Anruf hier - seiner ehemaligen Leute. Nur per Zufall - weil ich der Frau erzählte, daß der Kater am Vortag meinen Rücken als Rampe benutzt hatte.  Ohne Krallen in dem Fall - und für mich belustigend.
Ich frage mich - wer bringt den feinen Tiere so einen Unsinn bei?
Und bin froh - daß der Kater solch seltsames Spielchen wohl nicht mehr braucht.


Bin auch  froh - daß ich mich getraut habe - ihn mitzunehmen und ihm nochmal ein neues Leben anzubieten. Trotz aller "Weltuntergangsprognosen". 
Eines - wo er wieder sein eigener König sein kann. Und mehr Ruhe hat als vorher.

Dort - wo sich seine Lieblingsplätze herauskristallisieren - bekommt er jeweils eine feine Decke hingelegt. Das kennt er wohl gar nicht so. Nimmt es aber gerne an.
Gestern hab ich den Karton mit Kuscheldecke aus der Ecke geholt - dachte, er will sich womäglich gerne erst mal verkriechen dort - und in den Raum gestellt. Zack - saß er drin. Und staunte. 

In der Nacht - mußte ich grinsen. Als ich mal das Licht anmachte - saß er auf einer weichen Matte - und schaute mich an. Haute auch ncht ab wie sonst. Und ich wußte - M. hat ganz recht - das macht er schon so - seit er hier ist.  Nur diesmal - blieb er tapfer sitzen und flog nicht gleich wieder davon wie eine Feder. Kam sogar einmal fast auf´s Bett.
Wir beäugen uns also.

Soweit ich sehe, fühle, spüre und manchmal sehr gerührt bin - ist er ein gaaaanz feiner und sehr patenter Kerl.
Dem seine ganz eigene Zeit vergönnt sein soll - bis er den Haudegen raushängen läßt - der er auch ist.
Hat viele Facetten, das Katertier - wie wir Menschen auch.

Heute - hat er mir wieder meine innere Glucke gespiegelt.
Diese kontrollsüchtige Glucke - die mich schwer an meine einstige Erzeugerin erinnert.
Ich erinnerte mich schnell dran - daß ich das ja ablegen will - der Kater braucht das nicht, er kommt schon, wenn er will - und schon war´s wieder gut.
Ja - auch Tiere können dem Menschen sowas spiegeln.

Und bei der Gelegenheit - fiel mir dann auch noch ein - daß meine Erzeugerin echt nur das Beste für mich wollte. Und dies hier: Was das eigentlich für  eine Arbeit von ihr war - mich jeden Tag zu bekochen! Jahrelang.
Immer - wenn ich aus der Schule kam - war das gute Essen fertig.
Und ich hab es oft gar nicht gewürdigt.
Es schien - so selbstverständlich einst. Und war es gar nicht.
Abends - wenn ihr Mann nach Hause kam - bekam der auch nochmal was Gutes aufgetischt. 

Immerhin - nach 53 Jahren hab ich´s kapiert.
Und mich endlich bedankt heute!

Ist gut - es endlich wertschätzen zu können!
Früher mal hatte ich mehr das Gefühl - mit Essen abgespeist werden zu sollen - wo ich mich doch auch nach geistiger Nahrung und anderer Zuwendung sehnte.
Aber - jeder kann eben nur das geben - was er hat.
Und jeder - darf sich auch selbst das holen, was er/sie braucht.
Wenn nicht "daheim" - dann eben woanders.

Kommentar verrutscht ... deshalb an dieser Stelle - zur "Bevorratungsempfehlung" ....

... also - der feine Kater hat mich seit seiner Ankunft neulich wieder zum Lesen gebracht. Es war sehr still hier - er ruhte und erholte sich am Tage - und ich las in einem spannenden Buch.
So - habe ich nur wenig im Internet gesichtet - und sehr wenig an "Nachrichten".
Was gut tut.

Gestern abend las ich dann bei M. drüben den Hinweis auf eine "empfohlene Lebensmittelbevorratung für 10 Tage" - seitens einer angeblichen Re-GIER-ung.

Und - fand das gar nicht so spektakulär - wie es gerade im Netz ausgebreitet wird.

Habe mal Anfang der Neunziger u.a.  im Bereich Katastrophenschutz gewirkt - bei einer großen Hilfsorganisation. Es war damals mein Wunsch - bei einer solchen zu arbeiten und nicht in der Industrie oder so - weil ich - noch hübsch naiv - dachte - dort könne mensch sich besser und edler einbringen in den Weltenlauf. Dauerte nicht allzulange, bis ich bemerkte - es unterscheidet sich wenig vom anderen Weltenlauf. Auch hier - ging und geht es um Pfründe- und Statussicherung.  Und um zahlreiche Profilneurosen. War aber eine Erfahrung wert - um das zu sichten.

Und auch mal zu sichten - wie die Dinge so laufen.
Von "unten nach oben" - so wie die meisten es glauben - also von den unzähligen Papieren und Entwürfen bis hin zur Vorlage bei den Unterzeichnern und den Verkündern - die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und auch gar nicht haben können. Und - von oben nach unten. Also der andere Weg - von denen, die mittels Geld eh die Entscheidungen vorgeben - und die dann widerum von den Ahnungslosen = "Repräsentanten" verkündet werden.
Ein zähes Spiel.

Es war gerade die Zeit nach der "Wende" und es wurde die Gesetzgebung geändert - auf deutsch: Es wurde ein bis dahin gut funktionierendes System - zusammengekürzt, was das Zeug hielt.  Gleichzeitig gab es auch erste Strukturwandel (Zusammenkürzungen) bei der "Bundeswehr".

Ich halte also aus meiner Sicht - diese Empfehlung nicht für sonderlich spektakulär. Mein einstiger Cheffe - ein guter Mann - hatte schon damals immer die Vision, was alles zusammenbrechen würde in den einst noch oft analogen Strukturen - wenn mal nur der Strom ausfallen würde.
Denke oft noch dran - denn er war ganz stolz, uns eine mechanische Schreibmaschine in den Schrank gestellt zu haben. So - könnten wir jederzeit weiterarbeiten, wenn die Computer mal ausfallen. Haha ...

Seither hat sich viel geändert und läuft fast alles nur noch digital bzw. elektronisch gesteuert. Sogar Wasserhähne - ich mußte oft dran denken, wenn ich mal wieder auf diese Dinger traf in der großen Stadt. Bei einem größeren Stromausfall - würde tatsächlich fast nichts mehr funktionieren heute - was uns scheinbar ganz normal vorkommt.
Und Menschen, die im Bereich Katastrophenschutz tätig sind - ob praktisch oder in der Organisation/Gesetzesgebung etc. - denken eben schon mal ein wenig präventiver.
Daher - wundert mich solche Empfehlung nicht die Bohne. Im Gegenteil.

Allerdings wundere ich mich - wie das in Windeseile die Runde machte im Netz.
Auch die "Alternativen" griffen es gleich auf - um wieder neue Weltuntergangsszenarien herbeizurufen. Wo wir doch gerade mal den 15. August gut hinter uns haben - ohne Erfüllung der Prophezeihungen.

Nun - bei mir hat das Leben 52 Jahre gebraucht - um mich davon zu überzeugen, daß es womöglich gut ist, ein paar Konserven und Wasserkanister hier zu haben. Und das auch nur - wegen einstigem Unfall und damit verbundener körperlicher Einschränkung. Die Bevorratung verlief recht unsystematisch - aber so für 30 Tage - müßte ich wohl kaum Hunger leiden. Mein Kater auch nicht. Wasser - steht noch auf einem anderen Blatt. Und Heizung im Winter - ebenfalls. Hat eben nicht jeder Lust und Geld - sich einen perfekten Bunker zu bauen. Einen Kompressor bräuchte es ja auch noch. Und und und ....

Und vor allem: Und dann? Wat machtse denn im schlimmsten Falle nach zehn Tagen - wenn die potentielle Katastrophe weitergeht?

Übrigens - eben im großen Supermarkt war zum allerersten Male seit der Baustelle hier - eine zweite Kasse auf. Und wieder mehr Betrieb. Ob das wohl schon die Hamsterkäufe sind?
Womöglich ist es ja auch - ein Konjunktur-Ankurbelungs-Programm?

Seit spätestens 2008 - läuft ein gigantisches Angstprogramm - zuvorderst über Kriegsgefahren und Währungszusammenbrüche. Ich sage ja nicht - daß da nichts dran sei. Aber was ist das für ein Leben in ständiger Sorge und Angst?  Ohne - Vertrauen - ins Leben. Eben.
So steht bei mir aktuell "Rückbesinnung" auf dem Programm. 
Und falls es doch noch knallt - werde ich es sicher hören.

Und - wie oben schon geschrieben - halte ich so eine Empfehlung nicht für sonderlich außergewöhnlich. Es sei denn - ale stürzen sich wie wild drauf.

Achja - und noch zum "Währungscrash" - der ja schon lange lange eingetreten und voll überzogen ist:
Wo liegt eigentlich genau die "Alternativlosigkeit" bzw. Schwierigkeit - eine neue und weit bessere Währung - zu kreieren und einzuführen? Die liegt doch nur - am Unwillen - etwas abzugeben von dem, was eh zuviel ist. Und dem lebendigen Leben zu dienen und es zu genießen.

Übrigens - denke ich neuerdings immer, wenn ich wieder Kriegsgelärme vernehme - an den ersten Weltfrieden.

Hier - höre ich mal wieder in aller Unvollständigkeit auf - sonst ufert´s wieder aus.  

Freitag, 19. August 2016

Irgendwann hört das wieder auf mit den Katergeschichten ...

... aber zur Zeit - ist das eben alles immer noch sehr aufregend mit uns hier.
Wir kennen uns ja nicht einmal bisher.
Lernen uns erst kennen.

Also - des Kater´s Tagesschlaf-Höhle unter der Küchenspüle - das erste Notquartier für seine Seele - wurde heute nochmal wieder "renoviert" von mir.
Jetzt - ist sie völlig ausgeräumt und giftfrei - was heißt - ich habe sämtliche Putzmittel nun woanders hingeschafft - in Etappen - und sein Kuschel-Handtuch noch weiter ausgebreitet.
Er liebt den Platz - am Tage - nach quirliger Nacht - bis er rauskommt.

Und jetzt - liegt er mitten im Raum. Also - frei. Völlig frei von jeglichem "Schutz" - und dazu tiefenentspannt. Den braucht er wohl nicht mehr.  Fein! Allerbestens!
Heißt - das Vertrauen gedeiht.
Jeden Tag eben ein bischen mehr.
Und immer - in seinem Tempo.

Ich meine ja - er ist sehr schnell.

Und eben - hab ich wieder mal seine "Taktik" beobachten dürfen:
Er steckt sehr neugierig seine kleine hübsche Nase raus in die neue Welt - und verbläst sich dann erst mal für eine Weile wieder in eine Höhle.  Kommt aber immer schneller wieder raus.
Eben - war ich kurz vor der Tür im Treppenhaus und holte noch ein bischen Streu - und sah seine Nase erstmals schon neugierig um die Ecke gucken.
Danach - war er erst mal wieder unterm Sofa verschwunden.
Aber - so gar nicht lange.  

Der - wird noch richtig keck - in seiner eigenen Zeit..
Isser ja schon - manchmal - nach wenigen Tagen.

So - jetzt hab ich´s entschieden - des Kater´s Geburtstag .....

... wird der Einfachheit halber - mit meinem zusammengelegt.
Damit ist er jetzt - eben sowas um die fünfe.
Fertich.
Dem Kater - ist das eh piepegal. 
Und ich hab so eine Art "Orientierung" - die im Grunde nicht einmal der Mensch wirklich braucht.
Paßt außerdem zum Kater - der sich auch bestens selbst beschäftigen kann (wie Zwilllingssonnenkinder es tun).
Im Moment aber - ist es ihm noch sicherer - wenn ich als Mensch bei ihm bin.
Wenigstens - in der Nähe irgendwo.


Hatte noch überlegt - ob ich da nochmal anrufe und nachfrage.
Aber - nichts in mir hat ein Bedürfnis dazu.
Hätte auch noch fragen können nach einem potentiellen "Impfpass" - aber auch sowas brauchen wir nicht wirklich. Hatte schon zuvor am Telefon erfahren - daß er seit zwei Jahren nicht mehr geimpft wurde - weil er ja eh nicht rausgehen würde.
Jut. So - habe ich die Info auch schon.
Und in diesem Falle - finde ich das auch sehr gut so - die ganze Impferei von den Tierchen ist nämlich auch nochmal so ein Spezialthema für sich. Wie bei uns Menschen.

Ansonsten - habe ich keine Fragen mehr zu Balu - an seine einstigen Dosenöffner.
Er zeigt sich schon ganz von selbst - und Tiere können auch durchaus anmelden - wenn sie was brauchen.

Mittlerweile - haben wir auch das Badewannen-Wasser-Spiel hier eingeführt- welches viele Katzen kennen und mögen:
Wenn der Mensch auf dem Topf sitzt (also hier ist das so mit den derart praktischen Gegebenheiten)- kommt der Kater angesprungen und hüpft gleich in die Wanne - wo er mit einem feinen Wasserstrahl aus dem Wannenhahn belohnt und belustigt wird.
Genauso - lernen sie sehr schnell - Wasser zu trinken.

Bis gestern hatte Baluchen noch die eigenartige Angewohnheit - danach die Wannenwände "sauberzukratzen" - also wie auf seinem Topf - wenn er das Streu zusammenkratzt.
Jetzt - geht es schon ohne Nachkratzen - bestens. Und er liebt es.. 

Kurzzeitiger Katerdurchfall - ist auch schon wieder im Lot.
Tatsächlich - hatte er gestern akuten Dünnpfiff - gleich nach seinem Streß mit den sehr lauten Kinderchen draußen.

Habe heute Katzengras besorgt und den freundlichen jungen Mann im großen Laden gefragt - ob es auch ein kaltgepreßtes Trockenfutter gäbe - in dem Wahnsinns-Sortiment.
Nein - leider nicht mehr. Gab es wohl mal - aber die Menschen haben es nicht gekauft.
Für Hunde - gibt es das.

Immerhin - sehr erfreulich - wußte der sehr genau - was ich meine.
Und kennt den Unterschied - auch in der Herstellung bestens.
Jetzt habe ich mal was Anderes mitgebracht - was er mir empfohlen hat.
Immerhin 70 Prozent Fleisch - und der Rest Gemüse und Kräuter - nix mit Getreide - was keine Katze braucht. Fein!
Und was macht der Kater - nachdem er seine Tages-Siesta beendet hat?
Er kostet es gleich mal - und haut es weg. Sehr guter Tip von dem jungen Mann!

Hat mittlerweile auch einen "Zunamen" erhalten - so ist das bei mir - den hatte Jerringer einst auch bekommen für sich - also seinen eigenen. 
Schmuselko heißt er nun - also auch. .
Balu Schmuselko also ... 
ein Sänger vorm Herrn des Nachts - und äußerst flexibel.

Jetzt hab ich´s doch getan ....

... und einen Kratzbaum bestellt für´s Kind.
Eigentlich - wollte ich so ein Teil gar nicht in der Hütte haben - aber da er ja bislang ein Wohnungskater ist, braucht er auch seine eigenen Plätze hier.

Immerhin - ein moderates Modell.
Da gibt es ja richtig wuchtige und monströse Teile - mit Pillepalle ohne Ende.
Er bekommt einen kleinen - 1,30 hoch -. mit zwei Höhlen zum Verkriechen.
Und eine Hängematte gibt´s auch.
Bin mal gespannt - ob er den überhaupt annimmt.

Er sucht sich ohnehin seine Lieblingsplätze selbst - und auch die zum Kratzen.
Zum Glück findet er solche - und nimmt nicht die Tapete.

Heute nacht wird er wohl wieder lustig aufdrehen - döst schon lange in seiner Höhle unter der Küchenspüle herum.

Bin froh, daß ich ihn mitgenommen habe. Und denke - er fühlt sich schon ganz wohl hier. 
Ist total lieb - quirlig und auch manchmal kuschelig.
Ein ganz feiner, perfekter Kater eben.
Der sich sogar sehr gerne am Bauch kraulen läßt - was lange nicht alle mögen.
Er mag´s - und legt einem dann noch die Pfote auf die Hand dazu - als wolle er sagen: Mach ruhig weiter.

Über Nacht sehe ich ihn manchmal, wenn ich kurz wach werde - und registriere, daß er sich immer näher auch im Schlafsalon vorwagt. Haut aber immer noch fliegend ab - wenn er sich ertappt fühlt - um kurz danach wiederzukommen - für einen erneuten Versuch.

Ich wundere mich oft - wie lange ich mir so gute Gesellschaft verwehrt habe. Liegt mir wohl einfach nicht - einfach mal eben die Tiere "zu wechseln". Ist mit Menschen genauso.
Und andererseits denke und staune ich - wie das Leben unser Zusammentreffen mal wieder perfekt orchestriert hat.  Geschieht eben doch alles - zur rechten Zeit.  Und - wenn es soweit ist. Nicht vorher.  

Wasser versus "Kondensmilch" ....

Ich versteh dat nich - mit den Menschen.
Es hieß - der feine Kater würde nur Kondesmilch trinken - kein Wasser.
Und - was trinkt er?
Eben: Wasser.
Ist auch gut so.
Hat eine Weile gedauert - aber heute hat er fleißig auch aus seiner Schale getrunken.

Wie kommen die Leut´ immer auf solche Ideen?
Hat der arme Kater jetzt 5 Jahre den Mist getrunken?
Naja ... jetzt halt - Wasser.
Kopfschüttel.

Er scheint sich auch nicht sonderlich für irgendwelche "Leckerchen" zu interessieren. Kluges Tier. 

Neulich erzählte mir die Nachbarin noch - das ihre beiden adoptierten Puschelperser jahrelang nur Trockenfutter bekommen haben bei den Leuten, wo sie vorher waren. Nie Nasses. Haben sich aber auch zügig und gerne umgestellt - und sind richtig gut drauf.
Kopfschüttel.