Samstag, 24. Juni 2017

Ganz still ist es jetzt ....

... heute vormittag ist endlich meine jetzt Ex-Nachbarin ausgezogen.
Fast ein halbes Jahr hat das jetzt gedauert, seit der Mann plötzlich weg war.
Und jetzt - nach dem Räumen heute vormittag - ist es hier ganz still.
Keiner mehr im Haus außer dem Kater und mir.

Der Kater findet es gut so - so still.
Heute morgen war der quasi durch den Wind, als unten geräumt wurde. Das kann er gar nicht ab.
Hat sich unters Bett verzogen.  Und geknurrt.

Hab dann noch ein bischen beim Kaffeetrinken über Wandel sinniert.
Das es gesünder ist, mit diesem mitzufliessen im Leben.

Dennoch bin war ich heute ein wenig melancholisch - bei dem Gedanken:
Nu sind se alle weg. Jüppchen, seine Frau und die anderen beiden einstigen Nachbarn.
Und ich hätte sicher nicht gedacht einst - daß ich nun noch "übrig bin" hier.
Aber das sind eben so komische Gedanken.
Zum Wandel und der "Vergänglichkeit".
Wandel - klingt lebendiger.    

PS: Das mit der Lebendigkeit - und was das genau IST - ist auch was zum Sinnieren.
So ein "menschenleeres stilles Haus" - ist ein guter Ort dafür.
Und: Der pure Luxus in diesen verrückten Zeiten.
Ich werd´s also dankbar geniessen - solange es dauert.   

Donnerstag, 22. Juni 2017

Pfitzi ist auch fertich von der Hitze ....

Das  von den Wetterpropheten versprochene heftige Gewitter ist bisher geschmeidig vorbeigezogen.  Es macht keine Freude so. 
Her mit dem Gewitter -  und einem sehr kühlenden heftigen Platzregen.    

Keine dicken Kartoffeln - und keine Kirschen ....

... beim Gemüsemann hab ich köstlichste Kartoffeln geholt. Wo denn die dicken seien - frag ich? Gibts keine. Gibt eh nur sehr wenige dieses Jahr - und die seien alle eher klein. Die Bauern wären schon arg frustriert - und würden mehrmals am Tag wenigstens die Kleinen aus der Erde holen.
Tatsächlich nur kleinere und sehr kleine in der Kiste.  Was mir ja sogar irgendwie entgegenkommt - da ich dann mehr Schale habe.

Daraufhin erzählt er mir noch - daß wohl dieses Jahr so einiges nicht wachsen will. Einerseits wegen der Frostschäden - die auch die Zierpflanzen hier ordentlich angeschlagen hatten.
Und andererseits, weil es viel zuwenig geregnet hat. Die Bauern würden zur Zeit den ganzen Tag bewässern, damit überhaupt was kommt. Die Erdbeeren hat´s wohl auch erwischt - ich esse keine - die wären so teuer dieses Jahr wie noch nie. Also - die Hiesigen, Regionalen.

Ich meine - ach so ist das. Deshalb hat wohl auch unser alter Kirschbaum hier dieses Jahr fast keine Früchte? So sei das. Ich hatte mich schon gewundert und es beim Kirsch-Methusalem aufs Alter geschoben und darauf - daß ihn niemand mehr beschneidet = pflegt.  Nene ...

Wie die Apfelernte ausfallen würde dieses Jahr - könnten die Bauern noch nicht sagen. Er verkauft die weltbesten Äpfel in seinem Laden - von einem regionalen Bio-Apfelbauern. Die sind recht teuer - aber es sind auch echte Äpfel. Ganz schwer und saftig. Mit Liebe gehegt und gepflegt.

Der alte Apfelbaum hier auf dem Nachbargrundstück - trägt auch in diesem Jahr schon ganz gut. Will mal dieses Jahr - früher rübergehen und mir welche holen. Die sind nämlich völlig "bio" - soweit das überhaupt noch geht heute.

Was ich mir nur dachte, als er mir so dies und das berichtete - und was ich mir auch vorher schon dachte: Irgendwann wirkt sich die ganze Wettermacherei und das Versprühen von Gift natürlich auch auf die Vegetation aus. Nur weil wir als Menschen das mit unseren Augen nicht gleich wahrnehmen können - heißt es ja nicht -  daß da nichts passiert.

Das kleine rote Föppchen hat einen neuen TÜV-Aufkleber ....

... hurra! Und es wurde mehrfach gelobt in der Werkstatt - ob seines guten Zustandes - Baujahr ´94.
Damit sind keine Äußerlichkeiten gemeint - da darf ich jetzt mal was tun - sondern Technik und Karrosserie.
Leider wurde das nun doch sehr teuer - weil der TÜV-Mann noch wollte, daß das Föppchen präventiv eine neue Bremsleitung bekommt.  Er meinte wohl - die würde keine zwei Jahre mehr halten.
Und ich denke mir jetzt - wer weiß - wozu es gut war. Vielleicht war´s ja genau richtig so.

Dann - war die zweite Rechnung auch noch mal 40 Euro höher als angesagt. Aber - sie sind mir tatsächlich entgegengekommen - und haben reduziert - daß es wieder gepaßt hat.  Alles ruhig - und freundlich.  Vorland eben. Und der Meister meinte noch - er hofft, daß ich nun dennoch zufrieden bin. Immerhin hätte  er sich ganz schön runterhandeln lassen.
 
Daraufhin habe ich ihm erzählt, was ich für das Föppchen bezahlt habe einst. Nämlich 600 Euro ....  von daher ist eben alles relativ.
Und er meinte - daß wäre aber sehr günstig gewesen. Ja. Von daher war das jetzt eher sehr happig. Immerhin haben die mir den jetzt fein eingestellt - schnurrt wie ein Kätzchen.
 
Naja - was soll´s.  Geld muß eben fließen - fiel mir heute morgen nur dazu ein - bevor ich  das Föppchen abholte - und dachte nicht mehr weiter drüber nach.  Es ist eben eine Entscheidung - ob man sich ärgert oder gar rumstreitet mit den Menschen - oder es nimmt, wie es ist - und freundlich bleibt. Letzteres ist geschmeidiger und erheblich gesünder.

Apropos fliessen: Die Wetterpropheten haben ein starkes Gewitter versprochen. Und das tut not.    

"Milchtankstelle - frische Weidemilch selber zapfen" .....

.... kann man jetzt im Nachbardorf. 
Da gibt es echte frische Kuhmilch von  glücklichen Tieren - an einem Automaten zum Selbst-Abfüllen. Ich finde das eine feine Sache - und werde das mal kosten, obwohl ich sonst keine Milch trinke. Ab 300 ml kann man seine Flasche befüllen. Das ist eben der Luxus auf dem Vorland - daß es sowas wieder gibt - frische Milch zum Beispiel. Und noch viel mehr - wenn man weiß, wo.   
Der Flyer lag beim Gemüsemann aus - der ist auch eine ganz feine Quelle. 
Und Eier von glücklichen freilaufenden Hühnern mit transportablem Hühnerstall für immer frische Wiese - gibt´s auch etwa 3 km weiter.  Die Eier schmecken unvergleichlich gut.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Eine "Sommer-Bettdecke" ....

... habe ich mir gestern geschenkt. Gabs gerade im Discounter für recht wenig Geld. Und - wollte ich mir schon vor mindestens zwei Jahren mal schenken hier im "Hitzegeschoss" - habs dann aber immer verworfen, weil ich meistens so denke: "Och ne - laß mal - Du hast ja eine Bettdecke."
Gestern hab ich die endlich mitgenommen - hallelujah.

Ergebnis der ersten Nacht - die ging mal wieder nur bis 3.30 Uhr: Funktioniert!
Die ist zwar ein bischen dicker gesteppt als die andere - die ganz leicht ist aber dafür warm - aber was versprochen wurde auf der Verpackung - wurde gehalten. Hab nicht schwitzen müssen.
Eine tolle Anschaffung in diesen Tagen !!!

Bei der Hitze ist eh nichts mit Durchschlafen. Muß nachts lüften - hatte noch 28 Grad in der Hütte um kurz vor vier. Zum Lüften muß ich den Kater jeweils aus dem zu lüftenden Zimmer aussperren - das grenzt schon an eine Art  "Nachtbeschäftigung" - bei zwei Räumen.  Und zieht laut gemaunzte Beschwerden nach sich.  Zwar denke ich - er würde wohl eher nicht aus dem Fenster springen - aber darauf will ich es wahrlich nicht ankommen lassen.
Tiere sind nun mal instinktgesteuert - und wer weiß, was ihn ziehen würde - wenn was Interessantes vorbeifliegt oder unten rumläuft? Es muß also erstmal anders gehen.

Vielleicht wäre ich sogar nochmal wieder bischen eingeschlafen - hätten wir nicht wieder "Fliegeralarm" gehabt hier. Einer nach anderen klappte mal wieder ein - ab 3.30 Uhr - trotz "Nachtflugverbot" - wo keiner auf dem Plan steht.
Um Fünfe war ich dann immer noch wach - und bin mal aufgestanden. Zwecks Rhythmuswechsel - gen kühlere Nachtzeiten. Sonst hab ich immer nochmal gegen Fünfe rumgedreht und noch ein wenig geschlafen .... aber heute hätte eh der Wecker geklingelt wegen Termin. Ist übrigens auch so ein "Programm" - ich wäre eh vorher wieder wach geworden - aber man will ja "auf Nummer sicher gehen".

Am noch frühen Morgen war ich dann erstmal bei unserer "süßen Neuen" in der Hütte, um kurz was mit ihr zu besprechen. Wir sehen uns nur selten hier - haben andere "Rhythmen" - und sie ist eh viel unterwegs.
Sie zeigte mir den Salon - da hat sie jetzt die Strukturtapeten vom Jüppchen einst abgekratzt - und kann streichen. Auf die nackte Wand. Ich glaube - das ist in vielen anderen Ländern so üblich. Sogar in Bayern ist das wohl oft so. Und es ist ja eh alles Geschmackssache.

Dachte nur heute morgen - für mich - als ich kurz unten war: Da schau her - alles relativ. Ich meine ja immer - hier herrscht eine Art "Chaos" - weil ich noch Zeugs loswerden will. Als ich aber unten war und wieder bei mir reinkam - hatte sich das sehr relativiert - und sah überschaubar aus - im Vergleich. Haha ...

Sie will wohl doch noch eine Weile bleiben - wir kamen kurz drauf zu sprechen und ich fragte sie daraufhin - ob sie weiterziehen wird, wenn die neue Filiale in der Kolonie steht? Nein - will sie nicht. Ist für sie ein ganz guter Standort hier - und sie wird dann später ggf, den Flieger nehmen.
Freut mich - solange ich hier bin - sie ist echt ne Nette!

Danach - ist mir die "Warteschleife" auf die Nerven gegangen - hatte um 9 Uhr nochmal Werkstatttermin für´s Föppchen. Und kein Sitzfleisch mehr .... also hab ich das Föppchen einfach dort vor die Tür gestellt - und Papiere samt Schlüssel in den Briefkasten geworfen. Bei schon weit über 20 Grad um Achte.

Auf dem Rückweg zu Fuß am kleine Fluss - in sattem Grün und teils noch kühlendem Schatten  !!! - traf ich auf eine mir bisher unbekannte Dame mit Hund - und wir gingen den Weg zusammen in netter  Unterhaltung.  War sehr angenehm. Sie ist eine "Einheimische" - und kennt Hinz und Kunz.
So ist das - auf dem Vorland.
Es hat hier noch immer -  eine etwas andere "Taktung" als in großen Städten.
Und das ist wahrlich - gut so.

Montag, 19. Juni 2017

Versuch macht kluch - und der Kater mich immer mal wieder bissel mürbe ...

... wegen der Umstellung auf gesünderes "Futti Futti".

Hab mal ein 4-Sorten-Paket bestellt von dem gesünderen Futti - welches er immer mal wieder frißt. War nix. Er frißt einfach nur - eine einzige Sorte davon. Naja - schon mal gut - zu wissen.
Zuckerfrei - getreidefrei ...
Natürlich ist da auch nicht das denkbar Beste drin - aber immerhin - ist es erheblich besser - als das Fast-Food.

Dieser Kater - bleibt einfach stur - und hungrig - wenn er was nicht will.
Dann wartet er auf die nächste Ladung Fast-Food - mit eiserner Ausdauer.
Und ich schmeisse alles wech ... weil ich eh wieder weich werde.
Es geht ja nicht - daß der Sonnenschein hungert.

Also - mach mer weiter mit den Versuchen.
Und - nur noch diese eine Sorte wird bestellt.
Schaumermal ....       

Sonntag, 18. Juni 2017

Tschechien, Ungarn und die Slowakei ....

.... wollen sich nicht erpressen lassen, ihr Land auf Geheiß einer "EU" mit Neusiedlern fluten zu sollen - höre ich. Ggf. wolen sie die Konsequenzen ziehen und aus der "EU" und aus der "Nato" austreten - höre ich.
Dann - wollen wir mal sehen - ob die konsequent bleiben.
Wäre ja mal ein Anfang.

Samstag, 17. Juni 2017

Da schau her - das nervige Gebimmel ist futsch ....

... eben sehr laut draußen. Das ist hier öfter mal so - wenn die lieben Kinderchen spielen und dabei "aufdrehen". Meistens - höre ich das gar nicht mehr. Es hat für mich eine ganz andere Qualität - als z.B. Straßenlärm - den es ja hier auch manches Mal gibt am Tage. Also - stört mich eher weniger bis gar nicht. Amüsiert mich sogar oft. Zumal jetzt wohl der einst Pubertierende woanders unterwegens ist - der oft aggressiv war und laut sinnfrei rumgeschrien hatte.

Aber heute - hatte eines der lieben Kinderchen so ein fürchterliches elektronisches Dudel-Gerät dabei. Das fördert bei mir Gereiztheit - sowas Totes, Digitales.
Sie könnten stundenlang singen - daß würde mich nicht so tangieren - wie "elektronischer = lebloser Musikbrei".

Aber - schon geschieht ein kleines Wunder: Gerade - als ich mich genervt wiederfinde von dem sterilen Gedudel - sind se fast alle wech. Gibt wohl Abendbrot. Hallelujah.  Nur noch ein bischen fröhliches Rest-Gequietsche von ein paar wenigen- was mich eher erfreut.

Eben fiel mir noch in weniigen Sekunden ein - wie nervig die Stadt einst war. Auch hier ist es manchmal laut. Heute morgen zum Beispiel - haben die Ziergärtner mal wieder ihre Maschinen angeworfen.
Dennoch - gibt´s da einen Unterschied - irgendwie.
Zunächst einmal  sind es hier weit weniger Menschen auf dem Vorland als in der überfüllten Stadt. Und dazu - sind oft die Nächte wirklich ruhig.
Es sei denn - es gibt mal wieder "Fliegeralarm" - trotz Nachtflugverbot - und da klappen ja immer mal locker die schweren Maschinen im  Minutentakt ein.  Das ist dann auch hart.

Aber - wenn dem nicht so ist - geniesse ich es oft, mitten in der Nacht, wenn die Menschen still sind - zu lauschen. Einer Stille - die nur von Tiergeräuschen aus dem Wald zart unterbrochen wird.
Oder auch mal vom Gemaunze des Katers - wenn er seinen Napf gefüllt haben möchte. 

Montag, 12. Juni 2017

"Das wirst Du wohl so nicht mehr finden" ...

... meint meine zukünftige Ex-Nachbarin neulich beim Pausen-Schwätzchen zwischen der Gartenarbeit.

Sie meint - die einstige "Hausgemeinschaft" hier, als das Jüppchen und seine Liebste noch hier weilten - und ihr plötzlich verschwundener "Ex".

Ich sag nur: Schaumermal.
Immerhin - ist die Süße unter mir schon mal ne richtig Gute.
Und es spricht ja überhaupt nichts dagegen - daß nicht auch im Parterre feine Menschen einziehen werden.

Natürlich hat sie recht - das Gleiche gibt es nicht nochmal. Geht ja gar nicht. Aber niemand hat gesagt - daß es nicht ebenso gut oder noch besser werden kann.

Und - mit unserer "Süßen", die ja selten hier ist - habe ich weit mehr Gesprächsthemen - als einst mit den Anderen. Vor ein paar Wochen ergab sich das sehr zügig so - und ich staunte. In Windeseile tauschten wir uns über Themen aus - mit denen Du nur mit wenig Menschen überhaupt reden kannst.
U.a. - noch das eher Bodenständigere - Thema Gesundheit.
Ihre Tochter lernt gerade Heilpraktikerin - und wir haben noch ein bischen gemailt zum Thema - ich konnte noch ein paar recht interessante Hinweise schicken.
Und nicht nur das. Denn in unserem längeren Gespräch an dem Tag - staunte ich noch, daß ich überhaupt soviel reden kann - und wunderte mich vor Allem - daß ich soviel auf dem Schirm hatte.
Oder so - es redete einfach - also aus mir - und ich hörte erstaunt zu.

Nun - davon weiß meine feine zukünftige Ex-Nachbarin natürlich nichts.
Die "Süße" unter mir hatte mich nach Steinen gefragt.
Sie habe von Jüppchens Frau gehört - daß ich da viel mit zu tun hätte.
Naja - das hatte ich mit dem Jüppchen einst gemeinsam - daß wir beide Steinfreunde sind bzw. waren.  Er hat mir ja auch seine Sammlung vermacht damals ....  und ich bin bis heute froh, daß ich einst doch noch runter ging zu ihm in seinen Keller - und wir uns gemeinsam an den Steinen gefreut haben, die er da auspackte, sortierte - und in die Tonne kloppen wollte nach Jahrzehnten.
Er hat´s eben gewußt - daß er nicht mehr wiederkommen wird.
Aber - er war ganz anders zu den Steinen "bezogen". Was ja nichts macht bzw. der Liebe keinen Abbruch tut.

Sie fragte mich dann auch noch - wo denn der Jupp gestorben sei?
Und sie war wohl erleichtert - daß er nicht in der Wohnung verstorben ist.
Ich meinte noch: "Warum fragst Du - hast Du ihn getroffen?"
Ne - alles ruhig soweit.
Was ja auch manchmal anders sein kann - wenn Menschen über vierzig Jahre in der gleichen Wohnung gelebt haben.

Nun - niemand von uns hier wird solange bleiben. Und auch nicht wollen.
Aber das heißt ja nicht - daß wir nicht - solange wir hier "hausen" - eine gute Zeit erleben können. In bestmöglicher "Nachbarschaft".  Auch mit denen - die noch kommen.

Und die Süße - wird sicher auch bald weiterziehen - wenn der neue Laden in der häßlichen Kolonie mal so richtig läuft.  Im Herbst ist Eröffnung. Vermute mal stark - daß sie dann weitere Filialien anderenorts aufbauen wollen wird. Tatsache ist - daß sie nur einen Raum einst hat von Grund auf renovieren lassen, als sie einzog im vergangenen Herbst. Und - wer länger bleiben will - mact schon ein bischen mehr.

Immerhin ist sie eine selbsterklärte "Macherin".  Neulich hat sie mal beim Rasenmähen geholfen - und als ich ihr das neue Teil erklärte, wie es so grundsätzlich funktioniert - und ich dann noch anmerkte: "Guck mal hier - hier ist auch die Bedienungsanleitung, die liest Du am besten auch mal durch ..."  kam gleich Protest der lauten Art - und eine Geschichte dazu.
Nein - sie liest sowas grundsätzlich nicht - sie weigert sich sogar, sowas zu lesen - sie ist nämlich "eine Macherin". Haha ....  Hat zwar von Technik - keinen Schimmer (ich zitiere sie hier lediglich ...) - aber das "macht" ja nichts.  Luschtig. Immerhin - hat sie den Akku intuitiv gleich rausgekriegt - im Gegensatz zu mir erst. Jetzt klappt das bei mir auch - endlich. Ich hatte einfach Widerstand - gegen die "Plastik-Kinderkarre" - nach dem "handfesten Benziner". Der ist nun - futsch. Also - der Widerstand.
Und: Solche Anleitungen - lese ich i.d.R. auch nicht wirklich ganz durch - nur, wenn etwas nicht mir gehört.

Für mich ist das hier ja auch nach wie vor - eine Art Übergangsstation. Wenn ich auch keine Ahnung habe im Moment  - wohin es dann gehen soll. Aber - auch so eine Übergangsstation - will mit Liebe gefüllt werden.

Seit einigen Wochen staune ich immer wieder mal ...

.... darüber daß offenbar im "Speicher" tatsächlich alles vorhanden ist - aus allen Jahren, Tagen, Stunden. Je nach "Abruf". Hab nichts besonderes getan dafür - stelle es nur fest. Und kann mir nun ganz gut vorstellen - daß es sogar Menschen gibt, die ganze Bücher memorieren können.  Einfach - so.
Schon erstaunlich - in vielerlei Hinsicht - dieses Menschsein. 

Sonntag, 11. Juni 2017

Tja - dann .... kann ich auch die Klagen nicht mehr ernst nehmen!

Treffe gestern die Nachbarin aus dem recht chaotischen "Nachbarhaus" an der Kasse im Discounter. Sie fragt - ob denn die Wohnung unten schon vermietet sei? Nein. Und mir fällt wieder ein - sie zu fragen - warum sie denn nicht da einziehen will mit ihrem Mann?
Sie klagt schon lange - über die chaotischen Zustände im Haus - und über den Lärm. Sag ich - bei uns ist es ruhig und friedlich.

Ja - wüßte sie - aber .... damit ist das Thema ja schon durch. Selbst schuld. Sie könnten ja per "Handkarren" umziehen - macht keine Hundert Meter.

Was sie dann alles an Zeug abgeben müßte ... hmmmh.
Müssen wir eh alle.
Wie groß denn ihre Wohnung sei? So an die 100 Quadratmeter.
Jut - sag ich - die hier hat etwa 80 - und ist fein geschnitten. 
Jeder der beiden - hätte ein eigenes Zimmer.
Der Mann ist ziemlich krank - aber das ist er ja auch ums Eck.

Noch ein bischen Geplänkel zum Thema - und dann denk ich mir: Tja - wer nicht will - der läßt es eben sein. Aber - ich werde ihren Klagen nicht mehr lauschen in Zukunft. Diesen Klagen - über das chaotische Haus - und daß da niemand was macht - außer ihr und dem Huusmeister.

Sag ihr nur noch: Dann ruf halt eben mal an - und mach das klar.
Entweder jetzt - oder nie.
Sie hatte früher schon mal wegen der Wohnung hier angefragt. Und ne bessere Option - wird sicher nicht mehr kommen.

Ihre Kinder - stehen Spalier und würden alles regeln.
Komisch manchmal - die Menschen.

Oder - ist das für manche so eine Art Lebenselixier - sich wenigstens noch aufzuregen - über Andere? Sieht mir fast danach aus - sie zum Beispiel geht etwa dreinmal am Tag an die Mülltonnen - und sortiert diese. Seit die beiden hier wohnen.
Nun - da gibt es wohl auch viel zu sortieren - wenn Mensch es ernst nimmt.
Vor zwei Jahren saßen wir hier alle vorm Haus - und beobachteten die niemals grüßende türkische Frau - wie sie etwa fünf oder sechs aufgeblasene (!!????) Luftballons in die Tonnen des Nachbarhauses  versenkte ... und wir haben echt gelacht,  Ballaballa eben ... haha.
Natürlich kam kurz darauf dat "Dingens...chen" - um alles fein zu sortieren. Das macht sie geradezu manisch - etwa drei Mal am Tag.
Also - muß sie es ja wohl irgendwie - brauchen?

Die beiden sitzen gerne auf dem großen Balkon - am Anfang der Siedlung.
Hier hätten sie auch einen Balkon - aber da gäbe es nicht viel zu sehen - außer ein paar Thujen und ggf. die "Familie Fürchterlich" ums Eck.
  .
Früher haben sie jahrzehntelang eine Gaststätte in der häßlichen Kolonie betrieben - relativer Randbezirk. Aber eben immer - Kontakt mit Menschen und viele "Schwätzchen".

Vermute mal -  es ist ihnen hier zu ruhig. 
Also - was andere Menschen betrifft.

Samstag, 10. Juni 2017

Bekloppte auffem Vorland ....

... am frühen Abend - Sirenen.
Kennen wir hier - zum Beispiel aus dem Nachbardorf in etwa zwei Kilometern Etfernung - wenn es da brennt. Diesmal aber - heulen die gleich ums Eck. Und dazu noch ein paar Autohupen.
Früher waren das auch flächendeckend die Sirenen - die vor potentiellem Krieg warnen sollten.
Es heult also.
Aber - es kommt keine Feuerwehr hinterher.

Ums Eck ist heute eine große Party von einem alteingesessenem Einheimischen. Der da lebt - mit seiner Familie. In etwa drei Häusern.
Und ich frage mich - ob das wohl für den ist mit den Sirenen? Könnte gut sein.
Ist aber nicht wirklich lustig - weil das etwa eine halbe Stunde so geht - mit Abständen.
Der Kater findet das auch nicht lustig.

Aber - so ist das - auf dem Vorland.
Und trotz schwachsinnigem und nervendem Sirenen-Anwurf - immer noch Tausendmal besser als in der großen Stadt.  Vielleicht war der ja mal bei der Feuerwehr - für den die fette Party heute steigt - wer weiß?

Eben dacht ich noch dies: Haha - luschtig - das ´mer gerade heute den Garten so fein gemacht haben.
Wo doch die Partygäste hier einklappen ... samt unserer Vermieter. Hamma nen guten Eindruck gemacht. Pruuuust ....

Das hat mich gefreut - helfende Hände im "Vorgarten" ....

... die gute Nachbarin, die in Kürze auszieht - hat heute nochmal mitgeholfen draußen.
Und jetzt - sieht es wenigsten auf einer Seite schon wieder richtig gut aus.
Danke !!! Alleine hätte ich das nicht geschafft.
Und zu zweit - geht es viel leichter.
Außerdem gibt es zwischendurch immer mal ein "Plauder-Päuschen".
"Vorgarten" ist  übrigens nicht der rechte Begriff - da hat´s schon Fläche an der langen Zufahrt.

Mit Rasenmähen - bin ich leider nicht durchgekommen. Dieser  Akku macht vorher schlapp. Muß dann wieder neu geladen werden - und bis dahin - ist die Luft wieder raus.  Naja - jetzt weiß ich wenigstens Bescheid, daß er die ganze Fläche schlicht nicht packt - und das Mähen also in zwei Etappen erfolgen muß.
Vielleicht kann ich mit der "süßen Neuen" ein Abkommen treffen - welches der begrenzten Akkuleistung zugrunde liegt: Ich mache die eine Seite - und sie darf sich um die andere kümmern - wenn sie mal da ist. Schaumermal.

Und nochwas zu diesem "Sch...ss-Akku": Hab den bisher nie rausgekriegt.  Verflixt war´s. Und es wird wohl kaum dran liegen - daß ich nicht genug Kraft in den Händen habe. Heute wieder das gleiche Scheiß-Spiel - erstmal. Und dann- hab ich ihn wenigstens erwischt. Ging dann sogar einfach. Aber - ehrlich - das ist alles so ein billiges Plastikzeugs - für teures Geld. Auch die beiden "Akku-Klemmen" - mein lieber Scholli- sowas von billigem Plastik.  Da kann mensch nur hoffen, daß die eine Weile halten.
Hab heute schon eine andere Plastikklemme abgebrochen - als ich das Teil mal auf meine Körpergröße justieren wollte. Zack - Klack - hinüber. Hält zum Glück auch so.
Der Vermieter meinte ja kürzlich - daß wäre das beste, was es gibt - so ein Leicht-Plaste-Akku-Mäher. Naja - braucht echt wenig Kraft und ist recht wendig. Aber der Benziner vorher - war ein ganz anderes Kaliber - und richtig robust.  Ist quasi - wie mit Autos .... anderes Thema. 

Jetzt gibt es immer noch viel "Urwald" zu jäten. Habe beschlossen - es fliegt einfach einiges raus aus den beiden Beeten. Die Himbeeren zum Beispiel - werde ich alle rausholen. Niemand hat die hier je geerntet - wenn überhaupt welche dran waren. Dieses Jahr - sind es tote Beeren - nix rot - alles kalkweiß und kein Leben drin.  Solange ich hier keine regelmäßig helfenden Hände habe -  wird das eben auf Minimal-Aufwand runtergedrosselt.

Neulich habe ich tatsächlich mal vier Buxbäumchen per Handschere gestutzt. Und registriert, daß die von innen her braun = vertrocknet sind. Heute hörte ich dann "über Eck" - daß derzeit wohl überall die Buxbäume eingehen.  Neulich bekam ich ja schon die Info - was die Thujen betrifft, die ebenfalls bräumlich sind. Geht gerade noch .... aber ist wohl "Befall" mit Pilz  oder sowas.
Auf meinem Weg am kleinen Fluß vorgestern - sah ich auch viele viele braune Verfärbungen an den an sich üppigen Pflanzen.  Auch viele Baumblätter - leiden.

Die vier kleinen Rosenstöcke vorm Haus - sind auch schon wieder hinüber - obwohl sie zunächst richtig schön gekommen sind. Jetzt - alle Blätter braun. Also - wieder mal Brennesselsud ansetzen und gucken, ob´s was hilft.

Gestern und auch heute zunächst - hatte ich sowas wie einen "schwarzen Tag". Wo mir die Zuversicht flöten ging - und ich sehr traurig wurde über alles, was gerade so passiert hier im Land. Lange nicht mehr gehabt - und auch nicht so krass.
Hatte mir gestern abend noch einen Beitrag vom "Kulturstudio" angetan - in dem es um die Mißhandlung der Kinder geht. Da war´s dann ganz aus. Ich hätte nur noch heulen können - was hier alles los ist. Hatte den Arsch voll Angst - was da noch so alles kommt.  Und ich wurde - nach laaanger Zeit auch so richtig aggressiv. Was ich ja eher für gesund halte.

Der arme Kater hat es in Form von einem lautem Brüllen abbekommen - als er mich mal wieder blutig kratzte - ohne Absicht - im Spiel. Hab mich heute bei ihm entschuldigt - er hatte es mir nicht übel genommen.  Zum Glück. Das war jetzt das zweite Mal - daß ich das arme Tier angebrüllt habe.
Und das - geht gar nicht. Naja - immerhin habe ich beim ersten Mal schon was dazugelernt und es nie wieder getan - wenn er mich ab und an auf solche Weise anmaunzt mitten in der Nacht. Das - geht mittlerweile völlig in Ordnung mit uns hier.

Heute kam Futter für ihn - wir werden jetzt umstellen. Das geht nämlich auch gar nicht - mit dem Fastfood auf Dauer. Es gibt welches - welches er sogar ganz gerne mal frißt - ohne Getreidemist und Zucker. Jetzt also - Umstellung. Es ist nämlich der Wahnsinn - zu wissen - was man dem Tier da gibt an reinem "Dreck und Abfall" - und es doch zu tun, weil er es eben "mag". Sowas hat er nun sechs Jahre gefressen - und es ist jetzt Zeit, daß das ein Ende hat.

Tja - so war das. Viel Betrübnis - und wenig Hoffnung auf Besserung.
Und dann - kommt wieder so ein kleines feines Licht - und schickt mir helfende Hände da draußen in den Garten. Mit denen ich ja schon lange nicht mehr gerechnet hatte - und habs ihr ja auch schon vor Monden so gesagt - daß ich nicht mehr erwarte, daß sie da noch mithilft in ihrer Situation.
Umso schöner - daß sie das heute doch nochmal getan hat.
War echt hilfreich.

Wat kann ich jetzt noch schreiben?
Alles wird gut?

Ja - alles wird gut.
Ist auch mal wichtig - die Traurigkeit zu spüren - zuzulassen.
Und die Ohnmacht in Vielem.

Aber: Es geht immer weiter.

Freitag, 9. Juni 2017

Das kleine rote Föppchen - Baujahr ´94 - muß zum "TÜV" ...

... oh oh.
Noch im vergangenen Frühjahr vom einstigen Nachbarn auf "Herz und Nieren" untersucht vor Kauf -  sogar das Chassi, soweit das ging ohne Bühne oder Grube - und dann noch von ihm, der es einfach KANN, sozusagen motortechnisch generalüberholt. Also neue Zylinderkopfdichtung z.B. "einfach mal eben" ... u.v.m., was so Verschleißteile sind. Der junge KFZ-Mechaniker, dem das Föppchen zuvor anvertraut war - hatte ja auch schon viel gemacht. Nagelneue Kupplung u.a.

Gestern also brachte ich das Föppchen zur Durchsicht in die Dorf-Werkstatt. Die ist fußläufig gut erreichbar - und der  Rückweg war sogar noch sehr schön, am kleinen Fluß entlang durch sattes Grün.  Zwei Pferdchen am Wegesrand auf einer großen Weide. Quasi - idyllisch.

Dann die Nachricht: Das Föppchen ist super in Schuss - und es ist nicht viel dran zu machen.
Hurra !!!
Aber .... - oh sch...e.  Es fehlen Papiere - weil das Föppchen vom jungen Mann einst tiefer gelegt wurde. Und das sei leider eintragungspflichtig.

Ein altes  Muster springt an bei mir - Frust, daß es womöglich an so einem Mist scheitern könnte.  Und das nach einer an sich doch überraschend guten Nachricht. Ich hatte nämlich keinen Schimmer - ob das Föppchen überhaupt nochmal durchgehen würde. Ist ja schon sehr betagt. Und dann - so eine feine Nachricht zu seinem Gesamtbefinden. Erstmal ...

Naja - ich also nach der Mappe gesucht, die es zum Föppchen einst dazugab. Und ich staune: Da ist fast jeder mögliche Zipfel Papier drin - den das Föppchen je erhalten hat. Sauber !!! Alles gesammelt, sogar Teile-Rechnungen. Jetzt hab ich aber soviel Papierzeugs vor mir - und finde nix zur Tieferlegung - immer nur was zu Spezialfelgen. Alles - genehmigungspflichtig.
Also nochmal mit der Mappe auf dem Rädchen am kleinen Fluß gen Werkstatt - und der gute Mann findet gleich, was benötigt wird.  Uff !!!

Nächsten Mittwoch ist es soweit -  und das Föppchen kommt wohl nochmal durch.
Trotz fehlendem "Himmel" innen - wo ich dachte, das gibt bestimmt Ärger. Das aber - ist wohl wurscht, wie ich erfuhr.

Kostet dann doch noch mal ein paar Euronen - aber so ist das eben. Allein etwa 140 Euronen - "TÜV-Abnahme-Gebühr". Ansonsten wäre es genauso gewesen - wie ich es mir erhofft hatte.
Im schlimmsten Fall - muß ich die Tieferlegung auch noch umtragen lassen - kommt wohl auch auf die Mentalität des jeweiligen Prüfers an.  Schaumermal.

Jedenfalls - freu ich mich jetzt erstmal. Der einstige Nachbar hat echt einen Blick für alte Föppchen - fährt ja immer selber solche.  Und das Überraschende im vergangenen Frühjahr war ja noch - daß es das erste alte Föppchen war, welches wir anschauten (also er) - und daß es dazu noch fußläufig um die Ecke stand, als hätte es auf mich gewartet.

Ich freu mich auch - weil es mal wieder zeigt - daß alte Autos nicht "schlecht" sein müssen. Im Gegenteil. Jedenfalls - fährt es. Und das ist mir - definitv das Wichtigste.    

Übrigens - hat das Föppchen auch keine Servo-Lenkung. Und das war anfangs echt seltsam. Jetzt bin ich das wieder gewohnt - und würde mich sehr wundern, mal wieder eines mit solcher in der Hand zu haben. So ist das - mit den Gewohnheiten.