Montag, 20. Mai 2013
Pa´ Monte
,,, kann mit der ganzen "Pop-Industrie" schon lange nichts mehr anfangen. Auch nicht mehr - mit den alten Scheiben. Auf dem Berg - gefällts mir besser. Vamonos pa´ (el) Monte ..... Fuego!
Abschiedsnacht mit Dire Straits ....
... als ich mich einst mit etwa Ende Zwanzig von meiner "potentiellen Karriere" verabschiedete - also meinen damaligen Job kündigte - sowas, was man vielleicht "gute Stellung" nennen könnte - und wo ich eigentlich viele gute Chancen hatte, "weiterzukommen" - mit einem Vorgesetzten ganz nach meinem Herzen, Zwillingssonne wie ich und wir beide wirklich ein gutes, kreatives Team - ich von diesem öfter mal scheinbar unwirsch in sehr kalte Wasser geworfen, aber jedesmal viel dazulernend - als ich also diesen Job kündigte ... feierte ich meinen Abschied von dem Laden zusammen mit zwei anderen Kolleginnen, die zur gleichen Zeit gingen. Alle drei - hatten wir kurz zuvor zusammen eine Betriebsrats-Wahl organisiert und uns derart engagiert. Mein ehemaliger Vorgesetzter - den ich ein paar Jahre später nochmal privat wieder treffen sollte - war gewählt worden. Und gleichzeitig unten durch bei der starren Geschäftsleitung. Naja - war er wohl vorher auch schon - viel zu innovativ, der Mann. Und viel zu kollegial.
Lustig eigentlich - wie ich an den Job kam. War ein paar Jahre "als Privatieuse" unterwegs gewesen seinerzeit. Und habe dann irgendwann 5 Bewerbungen geschrieben und rausgeschickt. Allesamt - bei sozialen bzw. "Hilfsorganisationen" - weil ich damals dachte, es könnte dort vielleicht etwas anders zugehen, als in der "Privatwirtschaft". Mensch lernt dazu ....
Auf 5 Bewerbungen - bekam ich vier Einladungen zum persönlichen Gespräch. Siehst Du - es ist eben auch immer eine Frage von Glück und/oder Sternenstand. Oder noch einfacher - von Zuversicht.
Eins von vier Gesprächen - habe ich wohl komplett vergessen oder bin vielleicht gar nicht erst hingegangen? Einen anderen Job - wollte man mir nicht geben, weil ich nicht katholisch war - und auch nicht bereit dazu - aber man bot mir eine Alternative an - als zweite Hand bei einer bärbeißigen Nonne, man traute mir offenbar zu - mit dieser zurechtzukommen. Den dritten - wollte ich gerade annehmen. Dann rief doch noch der vierte an - und lud mich zu einem unerwarteten und verspätetem Gespräch ein - und ich sagte am Telefon sowas wie "Hat sich im Grunde schon erledigt - aber wir können ja trotzdem gerne nochmal drüber sprechen."
Taten wir dann auch - und ich disponierte nochmal um.
Sprang ins kalte Wasser - und habe viel lernen dürfen. Habe das damals - vermutlich nicht so recht begriffen. Ich begann - mit tagelangem Einlesen in die mir völlig unbekannte Materie. Rettungsdienst und Katastrophenschutz - war das Metier. Ich las und las und las - Gesetzestexte. Und dann - als es mir einigermaßen vertraut war - also auch die diversen und sehr unterschiedlichen Regelungen in den verschiedenen Bundesländern - wurden beide Bereiche von Grund auf reformiert. Nach der "Wiedervereinigung". Und ich las und las und las - Gesetzesentwürfe.
Erstellte "Synopsen" - also sowas wie Vergleiche/Gegenüberstellungen zwischen den jeweiligen "Stati quo" - und dem Angestrebten. In einer Form - für die, die die weiteren Entscheidungen zu treffen hatten - so lernte ich, daß die Kleinstarbeit für die Entscheidungsträger jeweils von unten gemacht wird - und diese bekommen dann die jeweiligen "Übersichts-Papiere" - anhand derer sie - entscheiden, obwohl sie eigentlich nicht unbedingt einen Schimmer haben, worum es geht.
Mein "Chef" - der sich nie so verhielt und selbst sehr guten Kaffee kochen konnte - versuchte ein paar Jahre - mich ehrgeizig zu machen. Mich dazu zu bewegen - an meiner Karriere zu arbeiten. Ich hätte ja - soviel Zeug dazu. Ich sprang aber nicht wirklich an - und verhehlte auch nie, was ich von diesen vielen Kasperle-Sitzungen hielt.
Hier und da wurde ich "verschickt" zu irgendwelchen Auswärtsterminen - erst mal zu den Nebenschauplätzen, um zu lernen. Dann ließ er mich hier und da mal - z.B. aufgrund von vorgeblicher Krankheit - als seine Stellvertreterin gerne auflaufen in Situationen, die ich ansonsten wie die Pest gemieden hätte.
Nie werde ich den Tag vergessen - als der sich krank meldete - und ich mich plötzlich als "Moderatorin" bei einer Sitzung mit etwa 25 Bundeswehr-Führungskräften wiederfand am Morgen .... und das mir - mit meiner angeborenen Autoritäts-Allergie und radikalen Despektierlichkit gegenüber solcherart Strukturen.
An diesem Tag lernte ich - daß ich auch in solchen Kreisen auf sehr faszinierende, kluge und scharfsinnige, äußerst reflektierte Geister treffen würde. Zwar in der klaren Minderheit - aber es gibt sie.
Ich kürze mal ab hier - um zurück auf "Dire Straits" zu kommen. Hatte offenbar - zwar viel Freude an der Zusammenarbeit mit meinem "Vorgesetzten" und den Kollegen aus den beiden Bereichen. Organisierte gerne den Einsatz von Rettungsdienstlern und Helfern in Somalia einst mit - und freute mich später besonders über einen Besuch von einem, mit dem ich schon -zig Mal telefoniert hatte - und der mir dann irgendwann mal ein Foto von sich und einem somalischen Baby mitbrachte - welchem geholfen werden konnte. Freute mich manchmal sogar über Blumen, die mir mitgebracht wurden - wegen reibungslos-guter Zusammenarbeit.
Aber - ich freute mich nie über diese arrogante und starre Geschäftsleitung - die immer wieder allem Konstruktivem im Wege stand.
Am Abschiedsabend - habe wir zu dritt ein wirklich feines Fest in der Kellerbar geschmissen - und bis zum frühen Morgen gegen sechse lief diese Scheibe von den "Dire Straits".
Damals - an diesem Abend - habe ich noch eine fatale Aussage getätigt - auf die Frage eines der Fuzzies aus der Geschäftsleitung - der "zutiefst bedauerte, daß ich nun gehen würde. Sie hätten ja noch soviel mit mir vorgehabt." - was ich denn nun machen würde?
???
Ich antwortete ihm - daß hätten Sie mir wohl früher sagen sollen in dieser Form.
Und: Ich habe noch einen Taxischein in der Hosentasche - wenn mal was ist.
Sollte dann doch noch etwa dreizehn Jahre dauern - bis ich ihn nutzte.
Werde mal wieder - nach ewiger Zeit - dieser Scheibe von den "Dire Straits" lauschen - vielleicht löst das den Knoten .....
Mein Favorit - So far away ....
Lustig eigentlich - wie ich an den Job kam. War ein paar Jahre "als Privatieuse" unterwegs gewesen seinerzeit. Und habe dann irgendwann 5 Bewerbungen geschrieben und rausgeschickt. Allesamt - bei sozialen bzw. "Hilfsorganisationen" - weil ich damals dachte, es könnte dort vielleicht etwas anders zugehen, als in der "Privatwirtschaft". Mensch lernt dazu ....
Auf 5 Bewerbungen - bekam ich vier Einladungen zum persönlichen Gespräch. Siehst Du - es ist eben auch immer eine Frage von Glück und/oder Sternenstand. Oder noch einfacher - von Zuversicht.
Eins von vier Gesprächen - habe ich wohl komplett vergessen oder bin vielleicht gar nicht erst hingegangen? Einen anderen Job - wollte man mir nicht geben, weil ich nicht katholisch war - und auch nicht bereit dazu - aber man bot mir eine Alternative an - als zweite Hand bei einer bärbeißigen Nonne, man traute mir offenbar zu - mit dieser zurechtzukommen. Den dritten - wollte ich gerade annehmen. Dann rief doch noch der vierte an - und lud mich zu einem unerwarteten und verspätetem Gespräch ein - und ich sagte am Telefon sowas wie "Hat sich im Grunde schon erledigt - aber wir können ja trotzdem gerne nochmal drüber sprechen."
Taten wir dann auch - und ich disponierte nochmal um.
Sprang ins kalte Wasser - und habe viel lernen dürfen. Habe das damals - vermutlich nicht so recht begriffen. Ich begann - mit tagelangem Einlesen in die mir völlig unbekannte Materie. Rettungsdienst und Katastrophenschutz - war das Metier. Ich las und las und las - Gesetzestexte. Und dann - als es mir einigermaßen vertraut war - also auch die diversen und sehr unterschiedlichen Regelungen in den verschiedenen Bundesländern - wurden beide Bereiche von Grund auf reformiert. Nach der "Wiedervereinigung". Und ich las und las und las - Gesetzesentwürfe.
Erstellte "Synopsen" - also sowas wie Vergleiche/Gegenüberstellungen zwischen den jeweiligen "Stati quo" - und dem Angestrebten. In einer Form - für die, die die weiteren Entscheidungen zu treffen hatten - so lernte ich, daß die Kleinstarbeit für die Entscheidungsträger jeweils von unten gemacht wird - und diese bekommen dann die jeweiligen "Übersichts-Papiere" - anhand derer sie - entscheiden, obwohl sie eigentlich nicht unbedingt einen Schimmer haben, worum es geht.
Mein "Chef" - der sich nie so verhielt und selbst sehr guten Kaffee kochen konnte - versuchte ein paar Jahre - mich ehrgeizig zu machen. Mich dazu zu bewegen - an meiner Karriere zu arbeiten. Ich hätte ja - soviel Zeug dazu. Ich sprang aber nicht wirklich an - und verhehlte auch nie, was ich von diesen vielen Kasperle-Sitzungen hielt.
Hier und da wurde ich "verschickt" zu irgendwelchen Auswärtsterminen - erst mal zu den Nebenschauplätzen, um zu lernen. Dann ließ er mich hier und da mal - z.B. aufgrund von vorgeblicher Krankheit - als seine Stellvertreterin gerne auflaufen in Situationen, die ich ansonsten wie die Pest gemieden hätte.
Nie werde ich den Tag vergessen - als der sich krank meldete - und ich mich plötzlich als "Moderatorin" bei einer Sitzung mit etwa 25 Bundeswehr-Führungskräften wiederfand am Morgen .... und das mir - mit meiner angeborenen Autoritäts-Allergie und radikalen Despektierlichkit gegenüber solcherart Strukturen.
An diesem Tag lernte ich - daß ich auch in solchen Kreisen auf sehr faszinierende, kluge und scharfsinnige, äußerst reflektierte Geister treffen würde. Zwar in der klaren Minderheit - aber es gibt sie.
Ich kürze mal ab hier - um zurück auf "Dire Straits" zu kommen. Hatte offenbar - zwar viel Freude an der Zusammenarbeit mit meinem "Vorgesetzten" und den Kollegen aus den beiden Bereichen. Organisierte gerne den Einsatz von Rettungsdienstlern und Helfern in Somalia einst mit - und freute mich später besonders über einen Besuch von einem, mit dem ich schon -zig Mal telefoniert hatte - und der mir dann irgendwann mal ein Foto von sich und einem somalischen Baby mitbrachte - welchem geholfen werden konnte. Freute mich manchmal sogar über Blumen, die mir mitgebracht wurden - wegen reibungslos-guter Zusammenarbeit.
Aber - ich freute mich nie über diese arrogante und starre Geschäftsleitung - die immer wieder allem Konstruktivem im Wege stand.
Am Abschiedsabend - habe wir zu dritt ein wirklich feines Fest in der Kellerbar geschmissen - und bis zum frühen Morgen gegen sechse lief diese Scheibe von den "Dire Straits".
Damals - an diesem Abend - habe ich noch eine fatale Aussage getätigt - auf die Frage eines der Fuzzies aus der Geschäftsleitung - der "zutiefst bedauerte, daß ich nun gehen würde. Sie hätten ja noch soviel mit mir vorgehabt." - was ich denn nun machen würde?
???
Ich antwortete ihm - daß hätten Sie mir wohl früher sagen sollen in dieser Form.
Und: Ich habe noch einen Taxischein in der Hosentasche - wenn mal was ist.
Sollte dann doch noch etwa dreizehn Jahre dauern - bis ich ihn nutzte.
Werde mal wieder - nach ewiger Zeit - dieser Scheibe von den "Dire Straits" lauschen - vielleicht löst das den Knoten .....
Mein Favorit - So far away ....
Formidabel - simpel - göttlich ...
.... manchmal befällt mich so eine Art Kochlust. Aber - da ich nicht allzu viel essen kann, halten sich die Experimente bislang in überschaubaren Grenzen. Dieses Frühjahr gibt es Soßen-Experimente. Zusammen mit meinen täglichen Spargel-Exzessen - also 6-7 Stangen dieser Königin, wenn ich Zeit zum Kochen habe. Mit Kartoffeln natürlich - manchmal mit frisch-gepflücktem Vor-der-Haustür-Grün - und vor allem mit Soße.
"Echtes Kochen" - habe ich bisher nie gelernt. Also das Basiswissen - wie was genau zubereitet wird. Jetzt werde ich mir ein Kochbuch schenken - Betonung auf "ein" ... scheint ein geniales Buch zu sein, in dem vor allem viel Basiswissen und zusätzliche Tips beschrieben sind. Nach Rezepten kochen - ist eher nicht meins. Ich improvisiere gerne und experimentiere einfach - also gekocht habe ich schon immer - aber meist freihändig und unwissend - ohne Anleitung.
Erstmals mit Anleitung habe ich vor ein, zwei Sommern in einem Paradiesgarten und zu mehreren gekocht. Und es gefiel mir außerordentlich gut. Oder vor Jahren mal - als ich noch öfter Parties gefeiert habe mit vielen Gästen - und gerne den ganzen Tag in der Küche gewirbelt habe, um wirklich Leckeres anzubieten. Meistens hat das sehr gut geklappt - sogar sowas wie "Braten-Erst-Versuche".
Bei den Eltern einst - brauchte ich nicht kochen - und niemand hat versucht, mir das beizubringen.
Meine Mutter hat viel gekocht - manchmal auch zweimal am Tag. Einmal für ihre Kinder, wenn diese aus der Schule kamen und dann nochmal abends für den Mann. Später einmal meinte sie zu mir - das würde sie heute nicht wieder tun! Heute weiß ich, wieviel Arbeit das war. Und es hat immer sehr gut geschmeckt. Obwohl ich gerade zu der zeit aufwuchs - in der Fertigprodukte so langsam ihren Einzug in die Haushalte hielten. Ich kam also - eineseits noch in den Genuß von selbst hergestellten Köstlichkeiten - und andererseits auch peut-a-peut in den Genuß von Fertigsaucen mit immer gleichem Grundinhalt und Geschmacksverstärkern. Oder Konserven-Gemüse, vorzugweise Erbsen und Möhren und grüne Bohnen. Also sowas, was mir heute nicht mehr ins Haus kommt. Dennoch war´s immer lecker bei der Mutter. Besonders gut waren die vielen Früchte, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Schrebergarten der Eltern - würde ich heute sagen. Damals hatte ich eher noch keinen "bewußten" Sinn dafür - aber mochte den Garten immer sehr mit all seiner Fülle. Nur nicht die viele Arbeit, die meine Eltern da immer hatten.
Es gab - Erdbeeren, Kartoffeln, Stachelbeeren, verschiedenen Pflaumenbäume, ein selbstgezimmertes Mini-Gewächshaus vom Vater, in dem er Salate zog und noch viel mehr ... alles in Hülle und Fülle, so daß auch die Nachbarn mitkamen zum Arbeiten und ihre Freude an der Ernte hatten. Nach getaner Arbeit - gab es dann den geselligen Teil des Tages. Und zuhause wurden dann die Früchte eingekocht - und in Gläsern im Keller gelagert. Das war seinerzeit noch so - bei der ganzen Mischpoke. Phantastische Kuchentafeln mit selbstgebackenen Torten wurden bei Familienzusammenkünften aufgetragen, nichts wurde mal eben beim Bäcker geholt. Den ganzen langen Tag - wurde gevöllt. Mittagessen, Kaffeetafel und üppiges Abendessen. Mir wird jetzt noch übel, wenn ich dran denke. Und ich erinnere mich, daß ich oft sagte - soviel kann doch kein Mensch in sich hineinstopfen an einem Tag.
Andererseits - weiß ich heute, daß sie wohl eine Art Nachholbedarf hatten, weil sie in kargeren Zeiten aufgewachsen waren und später die Fülle des Völlens genossen. Und den Überfluß. Und heute denke ich auch - wäre auch kein Fehler gewesen - noch von den Alten etwas gelernt zu haben. Die wußten einfach noch andere Dinge - als wir heute.
Zum Ausgleich für diese unermüdliche Ackerei der Erwachsenen - wünschte ich mir einst einfach ein Blumenbeet - ganz für mich. Für die Schönheit - also die Schönheit - ohne Nutzen. Und bekam eins - setzte Samen ein und freute mich über das Resultat.
Im Grunde - war ich aber immer irgendwie dabei - auch ohne es zu wissen. Mit dem Spaten die Erde umgraben und lockern, die Früchte von den Bäumen und Sträuchern pflücken, Äpfel nach der Ernte einkellern ... was eben so alles getan wird in einem üppigen Garten. Ich hatte es nur - lange vergessen.
Als der Vater starb - verkaufte die Mutter den Garten zügig, an unseren damaligen Nachbarn. Ich war sechzehn und einerseits nicht in der Situation, mich um einen solchen Garten kümmern zu wollen, andererseits doch traurig, daß sie dieses kleine Paradies so schnell abgab. Dazu noch - für ein lächerliches Salär - an einen Undankbaren, der es offensichtlich nicht einmal wirklich zu schätzen wußte. Seine selten blöde Randbemerkung war - da stände ja nicht einmal eine vernüftige Laube aus Beton drauf. Ne - die Laube war noch aus Holz und von meinem Vater zusammengezimmert. Dafür - daß er dort ein feines Sammelsurium an Arbeitsgeräten vorfand und üppige Beete - für das lächerliche Salär - hatte er wohl keinerlei Sinn.
Habe noch sehr sehr oft von diesem Garten geträumt - bis heute immer wieder mal.
Und denke auch über Tag oft an diesen.
Es ist wohl ein Stück Kindheitsparadies.
Besonders auch die große, hohe, selbstgezimmerte Schaukel, die der Vater für uns Kinder gebaut hatte - und auf der ich viele Stunden verbrachte - schon seinerzeit weit weg in einer Art Trance.
Und der Brunnen, zu dem man laufen und das Wasser mit der Hand über den Hebel hochpumpen mußte ... um dann wieder zurückzulaufen mit schweren Gießkannen. Ich tat das immer sehr gerne, besonders das Pumpen hat mir Spaß gemacht.
Als ich mir vor etwa zwei Jahren noch einen Schrebergarten in der Kolonie anschaute - den ich sofort bekommen hätte, als Auserlesene unter bereits zahlreichen nicht-kompatiblen Vorbewerbern - an einem Ort meiner jugendlichen Freiheit und für solche, die die Anlage nicht kennen, nicht zu erblicken - freute ich mich bei der Besichtigung, eine dieser alten Pumpen wiederzutreffen. Ein altes Künstlerehepaar, welches ich mit dem Taxi fuhr und die mir diese Option während des Gespräches in der Limousine eröffnet hatten - hatte eine aus unserer einstigen Gartenanlage herübergerettet. Ich kannte nicht nur diese Pumpe wieder - sondern auch den "Präsidenten" der komplett aus ehemaligem Urwald selbstgeschaffenen, kleinen und versteckten Anlage. Der erkannte mich auch wieder - nach Jahrzehnten - wir waren einst im gleichen Sportverein als Jugendliche. Und dieser - hat viele viele Jahre noch weitergemacht und viele Jugendliche trainiert.
So klein ist also - oft die Welt. Du triffst nicht nur Leute wieder - sondern sogar alte Wasserpumpen, die weiterhin erstaunlich geliebt werden.
Ich entschied mich damals - gegen diesen Garten. Es wäre eine Art Ersatzlösung gewesen. Eigentlich aber - wollte ich weg aus der Kolonie. Und nach einem Mal drüber schlafen - fiel es mir zügig ein, in Form einer Panikattacke.
Ich eigne mich nicht wirklich - für eine Schrebergarten-Gemeinschaft.
Bis heute aber - erinnere mich gerne an den langen und ausgiebigen Rundgang einst mit dem "Vereins-Präser", der sich gut zwei, drei Stunden Zeit nahm - und mit mir alle diejenigen in der Anlage besuchte, die gerade anwesend waren. Ich staunte jedes Mal wieder darüber wieder - wie schön und jeweils individuell diese Leute ihre Gärten gestalteten. Jeder für sich - ein eigenes kleines Paradies. Manche sehr ordentlich, andere eher üppig und manche auch wild. Inzwischen auch international - türkische Maulbeerbäume kündeten von den Leuten, die da ihr Fleckchen Heimaterde beackern. Ein Italiener wieder - hatte mit Anderem aufzuwarten - z.B. mit phantastischen Zucchinis, groß wie Kürbisse (sind ja auch welche, haha). Bei den Franzosen fanden sich großflächige Kräuterbeete.
Bei dem Künstlerehepaar - die gerade auch da waren - fanden sich besonders schöne Blumen- und "meine alte Pumpe".
Aber mal zurück - zum Anfang. Nach einem für mich selbst überraschenden Spaziergang durch die Gärten meiner Kindheit.
Suchte gestern nach einem Rezept mit alten, verschrumpelten Äpfeln, weil ich diese nicht wegwerfen wollte. Und fand eine göttliche Sauce - ratzfatz und einfach, simpler geht´s nicht. Ist der Anfang - für eine Art Projekt, welches da lauten könnte: Was kann ich Gutes draus kreieren - statt es einfach wegzuwerfen?
Also - zwei Zwiebeln und zwei Äpfel kleinschneiden und in Butter weichdünsten. Bissel Wasser dazugeben. Keine Brühe - sonst schmeckt´s nur nach dieser. Sag ich. 200 ml - also einen Becher Sahne reingeben und zwei Teelöffel Senf (den, den Du magst). Würzen - nach Gusto. Ich nehme gerne selbst-angemischtes Masala .... Kräuter - nach Gusto. Köcheln lassen ... und fertig. Eine paradiesische Sauce. Im Himmelsgeschoß ertönten laute "Ooohhh" und "aaahhhh" - Rufe nach vollbrachter Tat. Ca. 15 Minuten Arbeitsaufwand.
Davon - will ich noch mehr lernen.
"Echtes Kochen" - habe ich bisher nie gelernt. Also das Basiswissen - wie was genau zubereitet wird. Jetzt werde ich mir ein Kochbuch schenken - Betonung auf "ein" ... scheint ein geniales Buch zu sein, in dem vor allem viel Basiswissen und zusätzliche Tips beschrieben sind. Nach Rezepten kochen - ist eher nicht meins. Ich improvisiere gerne und experimentiere einfach - also gekocht habe ich schon immer - aber meist freihändig und unwissend - ohne Anleitung.
Erstmals mit Anleitung habe ich vor ein, zwei Sommern in einem Paradiesgarten und zu mehreren gekocht. Und es gefiel mir außerordentlich gut. Oder vor Jahren mal - als ich noch öfter Parties gefeiert habe mit vielen Gästen - und gerne den ganzen Tag in der Küche gewirbelt habe, um wirklich Leckeres anzubieten. Meistens hat das sehr gut geklappt - sogar sowas wie "Braten-Erst-Versuche".
Bei den Eltern einst - brauchte ich nicht kochen - und niemand hat versucht, mir das beizubringen.
Meine Mutter hat viel gekocht - manchmal auch zweimal am Tag. Einmal für ihre Kinder, wenn diese aus der Schule kamen und dann nochmal abends für den Mann. Später einmal meinte sie zu mir - das würde sie heute nicht wieder tun! Heute weiß ich, wieviel Arbeit das war. Und es hat immer sehr gut geschmeckt. Obwohl ich gerade zu der zeit aufwuchs - in der Fertigprodukte so langsam ihren Einzug in die Haushalte hielten. Ich kam also - eineseits noch in den Genuß von selbst hergestellten Köstlichkeiten - und andererseits auch peut-a-peut in den Genuß von Fertigsaucen mit immer gleichem Grundinhalt und Geschmacksverstärkern. Oder Konserven-Gemüse, vorzugweise Erbsen und Möhren und grüne Bohnen. Also sowas, was mir heute nicht mehr ins Haus kommt. Dennoch war´s immer lecker bei der Mutter. Besonders gut waren die vielen Früchte, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Schrebergarten der Eltern - würde ich heute sagen. Damals hatte ich eher noch keinen "bewußten" Sinn dafür - aber mochte den Garten immer sehr mit all seiner Fülle. Nur nicht die viele Arbeit, die meine Eltern da immer hatten.
Es gab - Erdbeeren, Kartoffeln, Stachelbeeren, verschiedenen Pflaumenbäume, ein selbstgezimmertes Mini-Gewächshaus vom Vater, in dem er Salate zog und noch viel mehr ... alles in Hülle und Fülle, so daß auch die Nachbarn mitkamen zum Arbeiten und ihre Freude an der Ernte hatten. Nach getaner Arbeit - gab es dann den geselligen Teil des Tages. Und zuhause wurden dann die Früchte eingekocht - und in Gläsern im Keller gelagert. Das war seinerzeit noch so - bei der ganzen Mischpoke. Phantastische Kuchentafeln mit selbstgebackenen Torten wurden bei Familienzusammenkünften aufgetragen, nichts wurde mal eben beim Bäcker geholt. Den ganzen langen Tag - wurde gevöllt. Mittagessen, Kaffeetafel und üppiges Abendessen. Mir wird jetzt noch übel, wenn ich dran denke. Und ich erinnere mich, daß ich oft sagte - soviel kann doch kein Mensch in sich hineinstopfen an einem Tag.
Andererseits - weiß ich heute, daß sie wohl eine Art Nachholbedarf hatten, weil sie in kargeren Zeiten aufgewachsen waren und später die Fülle des Völlens genossen. Und den Überfluß. Und heute denke ich auch - wäre auch kein Fehler gewesen - noch von den Alten etwas gelernt zu haben. Die wußten einfach noch andere Dinge - als wir heute.
Zum Ausgleich für diese unermüdliche Ackerei der Erwachsenen - wünschte ich mir einst einfach ein Blumenbeet - ganz für mich. Für die Schönheit - also die Schönheit - ohne Nutzen. Und bekam eins - setzte Samen ein und freute mich über das Resultat.
Im Grunde - war ich aber immer irgendwie dabei - auch ohne es zu wissen. Mit dem Spaten die Erde umgraben und lockern, die Früchte von den Bäumen und Sträuchern pflücken, Äpfel nach der Ernte einkellern ... was eben so alles getan wird in einem üppigen Garten. Ich hatte es nur - lange vergessen.
Als der Vater starb - verkaufte die Mutter den Garten zügig, an unseren damaligen Nachbarn. Ich war sechzehn und einerseits nicht in der Situation, mich um einen solchen Garten kümmern zu wollen, andererseits doch traurig, daß sie dieses kleine Paradies so schnell abgab. Dazu noch - für ein lächerliches Salär - an einen Undankbaren, der es offensichtlich nicht einmal wirklich zu schätzen wußte. Seine selten blöde Randbemerkung war - da stände ja nicht einmal eine vernüftige Laube aus Beton drauf. Ne - die Laube war noch aus Holz und von meinem Vater zusammengezimmert. Dafür - daß er dort ein feines Sammelsurium an Arbeitsgeräten vorfand und üppige Beete - für das lächerliche Salär - hatte er wohl keinerlei Sinn.
Habe noch sehr sehr oft von diesem Garten geträumt - bis heute immer wieder mal.
Und denke auch über Tag oft an diesen.
Es ist wohl ein Stück Kindheitsparadies.
Besonders auch die große, hohe, selbstgezimmerte Schaukel, die der Vater für uns Kinder gebaut hatte - und auf der ich viele Stunden verbrachte - schon seinerzeit weit weg in einer Art Trance.
Und der Brunnen, zu dem man laufen und das Wasser mit der Hand über den Hebel hochpumpen mußte ... um dann wieder zurückzulaufen mit schweren Gießkannen. Ich tat das immer sehr gerne, besonders das Pumpen hat mir Spaß gemacht.
Als ich mir vor etwa zwei Jahren noch einen Schrebergarten in der Kolonie anschaute - den ich sofort bekommen hätte, als Auserlesene unter bereits zahlreichen nicht-kompatiblen Vorbewerbern - an einem Ort meiner jugendlichen Freiheit und für solche, die die Anlage nicht kennen, nicht zu erblicken - freute ich mich bei der Besichtigung, eine dieser alten Pumpen wiederzutreffen. Ein altes Künstlerehepaar, welches ich mit dem Taxi fuhr und die mir diese Option während des Gespräches in der Limousine eröffnet hatten - hatte eine aus unserer einstigen Gartenanlage herübergerettet. Ich kannte nicht nur diese Pumpe wieder - sondern auch den "Präsidenten" der komplett aus ehemaligem Urwald selbstgeschaffenen, kleinen und versteckten Anlage. Der erkannte mich auch wieder - nach Jahrzehnten - wir waren einst im gleichen Sportverein als Jugendliche. Und dieser - hat viele viele Jahre noch weitergemacht und viele Jugendliche trainiert.
So klein ist also - oft die Welt. Du triffst nicht nur Leute wieder - sondern sogar alte Wasserpumpen, die weiterhin erstaunlich geliebt werden.
Ich entschied mich damals - gegen diesen Garten. Es wäre eine Art Ersatzlösung gewesen. Eigentlich aber - wollte ich weg aus der Kolonie. Und nach einem Mal drüber schlafen - fiel es mir zügig ein, in Form einer Panikattacke.
Ich eigne mich nicht wirklich - für eine Schrebergarten-Gemeinschaft.
Bis heute aber - erinnere mich gerne an den langen und ausgiebigen Rundgang einst mit dem "Vereins-Präser", der sich gut zwei, drei Stunden Zeit nahm - und mit mir alle diejenigen in der Anlage besuchte, die gerade anwesend waren. Ich staunte jedes Mal wieder darüber wieder - wie schön und jeweils individuell diese Leute ihre Gärten gestalteten. Jeder für sich - ein eigenes kleines Paradies. Manche sehr ordentlich, andere eher üppig und manche auch wild. Inzwischen auch international - türkische Maulbeerbäume kündeten von den Leuten, die da ihr Fleckchen Heimaterde beackern. Ein Italiener wieder - hatte mit Anderem aufzuwarten - z.B. mit phantastischen Zucchinis, groß wie Kürbisse (sind ja auch welche, haha). Bei den Franzosen fanden sich großflächige Kräuterbeete.
Bei dem Künstlerehepaar - die gerade auch da waren - fanden sich besonders schöne Blumen- und "meine alte Pumpe".
Aber mal zurück - zum Anfang. Nach einem für mich selbst überraschenden Spaziergang durch die Gärten meiner Kindheit.
Suchte gestern nach einem Rezept mit alten, verschrumpelten Äpfeln, weil ich diese nicht wegwerfen wollte. Und fand eine göttliche Sauce - ratzfatz und einfach, simpler geht´s nicht. Ist der Anfang - für eine Art Projekt, welches da lauten könnte: Was kann ich Gutes draus kreieren - statt es einfach wegzuwerfen?
Also - zwei Zwiebeln und zwei Äpfel kleinschneiden und in Butter weichdünsten. Bissel Wasser dazugeben. Keine Brühe - sonst schmeckt´s nur nach dieser. Sag ich. 200 ml - also einen Becher Sahne reingeben und zwei Teelöffel Senf (den, den Du magst). Würzen - nach Gusto. Ich nehme gerne selbst-angemischtes Masala .... Kräuter - nach Gusto. Köcheln lassen ... und fertig. Eine paradiesische Sauce. Im Himmelsgeschoß ertönten laute "Ooohhh" und "aaahhhh" - Rufe nach vollbrachter Tat. Ca. 15 Minuten Arbeitsaufwand.
Davon - will ich noch mehr lernen.
Sonntag, 19. Mai 2013
Das ist wegen dem Capi-tal-ismus .....
.... erkundige mich heute morgen bei einem Kollegen, der auch noch ein altes Display im Wagen hat, ob er ebenfalls in jüngster Zeit Probleme habe, sich einzuloggen? Oder ob es wohl nur an meinem Gerät selbst liege? Nein - er kommt auch nicht rein - es dauert sehr sehr lange, bis das System reagiert. Aha - ok, danke. Dann weiß ich ja schon mal Bescheid.
Wir können uns ja mittels dieses Displays jeweils an den Halteplätzen einloggen - dann sehen die in der Zentrale, wer wann dort angekommen ist bzw. an welcher Stelle wer steht. Der vorderste Wagen - bekommt dann den nächsten Auftrag über Funk.
Seit einiger Zeit - gibt es da wohl eine Diskussion über "neue Systeme" bzw. Displays - zwischen dem Dachverband und den ihm angeschlossenen Unternehmern. Der Dachverband möchte gerne - dieses neue System einführen - die Unternehmer wollen es oft nicht, denn so ein Gerät kostet etwas um die 3.000 Euro - und an der tatsächlichen Auftragslage ändert auch ein schickes, neues System nichts. Dem Dachverband in der Kolonie sind von etwa 1.230 Limousinen - geschätzte 1.220 angeschlossen. Eher 1.225 ... die wenigsten arbeiten ohne Funk - ist ja schon mit nicht leicht.
Der Dachverband argumentiert - das alte System arbeite zu langsam. Die Unternehmer argumentieren mit den Reaktionen der Kundschaft - die ich auch gut kenne - und die da oft lauten "Mensch, was seid ihr schnell!" - "Sie waren aber schnell hier" - "So schnell kann man ja nicht mal die Treppe runtergehen" etc.
Außer zu Stoßzeiten, wenn mal eine gute Messe läuft oder natürlich zu Karneval oder Sylvester. Aber im Regulärbetrieb - geht es im Grunde ratzfatz. Mit der angeblich veralteten Technik.
Unterhielt mich neulich schon mal mit einem Unternehmer dadrüber - der auch keine Ambitionen hat - sich für nichts und wieder nichts ein neues Gerät für 3.000 Euro kaufen zu sollen. Wir vermuteten mal - daß - wie überall auf dem Planeten - einige gut von dieser Umstellung profitieren würden. Also die, die die Geräte verticken - und die, die dafür sorgen, daß sie vertickt werden (sollen). Lobby-Arbeit nennt sich sowas - in anderen Kreisen.
Heute morgen also - erhalte ich die Information vom Kollegen - ebenfalls ein Unternehmer - daß das System wohl insgesamt langsam läuft, unabhängig von meinem Gerät. Und er meint - das hätten wir ja schon mal gehabt. Ja, sage ich, stimmt - letztes Jahr mal, oder war es das vorletzte? Da lief das über Wochen so übel und es funkte nicht recht.
"Die machen das extra!" - sagt der Kollege. Ich gucke den an - mit Fragezeichen.
"Ja - die stellen das extra so langsam ein - damit wir die Krise kriegen und diese neuen Geräte - zu kaufen - wünschen."
Ich denke bei mir - und sage es auch laut - na, das ist ja wieder mal super. Ne - sagt der - das ist der Kapitalismus. Es würden ja z.B. auch Krankheiten erfunden, die es gar nicht gibt - nur damit teure Tabletten verkauft werden könnten.
Ja, da hat er natürlich recht. Ich erzähle ihm noch, was ich gestern zusammen mit einem Fahrgast lachend im Radio vernahm - es ging um eine Pharma-Firma, die teure Anti-Baby-Pillen verkauft hatte - in denen aber gar kein Wirkstoff drin war - und nun würden die Frauen reihenweise schwanger und haben diesen Konzern verklagt. Eher noch ein lustiges Beispiel ....
Wir bleiben noch eine kurze Weile beim Thema "Kapitalismus" - und beim Leben in dieser Art Irrsinn. Also - auch wieder beim Thema Display - und derart - in einem schwer hakenden System.
Ich "kenne" den schon eine Weile - das ist jemand, der keine Boulevard Zeitung liest und sich anderweitig schlau macht. Ein sehr scharfer Geist - mit einer ganz eigenen Form von Ironie und Sarkasmus. Einmal erzählte er - er habe nach vielen Jahren endlich rausbekommen, warum die Kollegen den ganzen langen Tag ihre Nasen in diese Schmierblätter hängen würden, manchmal stundenlang - ohne umzublättern. Sie würden die Telefonnummern der Kleinanzeigen aus der Erotik-Rubrik auswendig lernen .... Jedenfalls ist der - ein alter Hase im Geschäft und eine wohltuend individuelle Ausnahme-Erscheinung.
Mal zurück zum Display-Unsinn: Habe in der anderen Limousine so ein neues Teil - und somit den direkten Vergleich. Ich bevorzuge - das ältere Modell. Schon aus rein haptischen Gründen - da kann mensch noch richtig draufdrücken auf Knöpfe - obwohl es auch schon elektronisch funktionert. Das neue aber - ist nur so ein knopfloser Bildschirm - mit ohne Knöpfe. Beim alten Modell - kann ich blind erfühlen, wo ich hinwill, was ich wissen will - beim neuen muß ich immer mit den Augen arbeiten und somit lenkt es tatsächlich ab von der Beobachtung der Straße.
Das alte Modell - liefert wesentliche Informationen. Das neue - beherbergt Tausende von sinnlosen weiteren Optionen, man kann an ihm spielen - und doch - geschieht nichts von Belang. Und wie schon geschruben - es bringt nicht mehr Aufträge - also nicht das, was wirklich essentiell wäre.
Eigentlich - könnte man es vergleichen mit einem Handy, welches einst nur zum Telefonieren diente - und den Smartphones heute, die ihre abhängigen Benutzer nicht mehr in die Welt blicken lassen.
Las ein paar mal kurz im umfassenden Handbuch für dieses neue Teil - und stellte fest - daß es die auch mit Kamera gibt. Also - Überwachung des Limousinen-Innenraums. Wird wohl derzeit noch sehr sehr teuer sein - zum Glück für mich. Das ist nämlich wirklich etwas - was ich so gar nicht brauche. Über kurz oder lang - wird dieser blödsinnige Kontrollwahn vermutlich auch in unserem kleinen Geschäft Einzug halten. Es sei denn - die Welt dreht sich einfach mal wieder woanders hin. Und weg vom "Kapitalismus". Kann ja auch passieren.
Aber noch ein letztes Mal - zu diesem völlig unsinnigen, überflüssigen neuen Teil: Das kann zwar viel, was wir nicht brauchen - aber es kann überhaupt nicht "aktualisieren" - das heißt in der Praxis soviel wie - es zeigt mir nie die echten Bewegungen an den jeweiligen Halteplätzen an - und auch nicht, wer da allles gerade auf "Zufahrt" ist.
Ein sehr schwerer - einer der schwersten Systemfehler eigentlich - innerhalb unseres Metiers. Und dafür - würde ich keinen Cent hinlegen wollen.
Wie sind denn eigentlich - solche Programmierer drauf?!!!
Und - warum werden anscheindend/offenbar nicht echte Taxileute zu Rate gezogen bei einer solchen Software?
Oder auch beim Innenaufbau von gut verkauften Mercedes-Limousinen oder von mir auch VW-Touran-Modellen?
Sogar bei Details - was Mercedes-Limousinen betrifft - schon seit vielen Jahren frage ich mich, wie blöd die Ingenieure eigentlich sind - daß sie es immer noch reinregnen lassen in diese teuren Autos, wenn man das Fenster öffnet. Nun ja - sie würden mir wohl antworten - da mußt Du das Zusatzschirmchen kaufen. Und ich würde sagen: Weiß Du was - bei einer Kiste zu diesem Preis - solltest Du Dich ernsthaft um simple Lösungen von simplen Problemchen kümmern - das - wäre echter Service.
Aber wir sind ja - innerhalb dieser starren Denksysteme - noch immer ein wenig davon entfernt - uns wirklich mal gegenseitig zuzuarbeiten - und uns so das Leben leicht und angenehm zu gestalten.
Nur ein paar Beispiele - aus meiner Branche.
Wir Menschen - sollten uns einfach mal vorstellen - wie gut es eigentlich laufen könnte - wenn wir wirklich daran interessiert wären, daß alles leicht ineinander-greift. Erstaunlich immer wieder für mich - wie gut es dennoch läuft - obwohl anscheindend die eine Hälfte der Menschheit nur daran arbeitet - und gut dafür bezahlt wird - es den Anderen möglichst schwer zu machen. Zwecks eigenem Vorteil. Und aus Mangeldenken heraus.
Soweit - der philosophisch-poltische Beitrag - zum neuen Taxi-Display.
Wir können uns ja mittels dieses Displays jeweils an den Halteplätzen einloggen - dann sehen die in der Zentrale, wer wann dort angekommen ist bzw. an welcher Stelle wer steht. Der vorderste Wagen - bekommt dann den nächsten Auftrag über Funk.
Seit einiger Zeit - gibt es da wohl eine Diskussion über "neue Systeme" bzw. Displays - zwischen dem Dachverband und den ihm angeschlossenen Unternehmern. Der Dachverband möchte gerne - dieses neue System einführen - die Unternehmer wollen es oft nicht, denn so ein Gerät kostet etwas um die 3.000 Euro - und an der tatsächlichen Auftragslage ändert auch ein schickes, neues System nichts. Dem Dachverband in der Kolonie sind von etwa 1.230 Limousinen - geschätzte 1.220 angeschlossen. Eher 1.225 ... die wenigsten arbeiten ohne Funk - ist ja schon mit nicht leicht.
Der Dachverband argumentiert - das alte System arbeite zu langsam. Die Unternehmer argumentieren mit den Reaktionen der Kundschaft - die ich auch gut kenne - und die da oft lauten "Mensch, was seid ihr schnell!" - "Sie waren aber schnell hier" - "So schnell kann man ja nicht mal die Treppe runtergehen" etc.
Außer zu Stoßzeiten, wenn mal eine gute Messe läuft oder natürlich zu Karneval oder Sylvester. Aber im Regulärbetrieb - geht es im Grunde ratzfatz. Mit der angeblich veralteten Technik.
Unterhielt mich neulich schon mal mit einem Unternehmer dadrüber - der auch keine Ambitionen hat - sich für nichts und wieder nichts ein neues Gerät für 3.000 Euro kaufen zu sollen. Wir vermuteten mal - daß - wie überall auf dem Planeten - einige gut von dieser Umstellung profitieren würden. Also die, die die Geräte verticken - und die, die dafür sorgen, daß sie vertickt werden (sollen). Lobby-Arbeit nennt sich sowas - in anderen Kreisen.
Heute morgen also - erhalte ich die Information vom Kollegen - ebenfalls ein Unternehmer - daß das System wohl insgesamt langsam läuft, unabhängig von meinem Gerät. Und er meint - das hätten wir ja schon mal gehabt. Ja, sage ich, stimmt - letztes Jahr mal, oder war es das vorletzte? Da lief das über Wochen so übel und es funkte nicht recht.
"Die machen das extra!" - sagt der Kollege. Ich gucke den an - mit Fragezeichen.
"Ja - die stellen das extra so langsam ein - damit wir die Krise kriegen und diese neuen Geräte - zu kaufen - wünschen."
Ich denke bei mir - und sage es auch laut - na, das ist ja wieder mal super. Ne - sagt der - das ist der Kapitalismus. Es würden ja z.B. auch Krankheiten erfunden, die es gar nicht gibt - nur damit teure Tabletten verkauft werden könnten.
Ja, da hat er natürlich recht. Ich erzähle ihm noch, was ich gestern zusammen mit einem Fahrgast lachend im Radio vernahm - es ging um eine Pharma-Firma, die teure Anti-Baby-Pillen verkauft hatte - in denen aber gar kein Wirkstoff drin war - und nun würden die Frauen reihenweise schwanger und haben diesen Konzern verklagt. Eher noch ein lustiges Beispiel ....
Wir bleiben noch eine kurze Weile beim Thema "Kapitalismus" - und beim Leben in dieser Art Irrsinn. Also - auch wieder beim Thema Display - und derart - in einem schwer hakenden System.
Ich "kenne" den schon eine Weile - das ist jemand, der keine Boulevard Zeitung liest und sich anderweitig schlau macht. Ein sehr scharfer Geist - mit einer ganz eigenen Form von Ironie und Sarkasmus. Einmal erzählte er - er habe nach vielen Jahren endlich rausbekommen, warum die Kollegen den ganzen langen Tag ihre Nasen in diese Schmierblätter hängen würden, manchmal stundenlang - ohne umzublättern. Sie würden die Telefonnummern der Kleinanzeigen aus der Erotik-Rubrik auswendig lernen .... Jedenfalls ist der - ein alter Hase im Geschäft und eine wohltuend individuelle Ausnahme-Erscheinung.
Mal zurück zum Display-Unsinn: Habe in der anderen Limousine so ein neues Teil - und somit den direkten Vergleich. Ich bevorzuge - das ältere Modell. Schon aus rein haptischen Gründen - da kann mensch noch richtig draufdrücken auf Knöpfe - obwohl es auch schon elektronisch funktionert. Das neue aber - ist nur so ein knopfloser Bildschirm - mit ohne Knöpfe. Beim alten Modell - kann ich blind erfühlen, wo ich hinwill, was ich wissen will - beim neuen muß ich immer mit den Augen arbeiten und somit lenkt es tatsächlich ab von der Beobachtung der Straße.
Das alte Modell - liefert wesentliche Informationen. Das neue - beherbergt Tausende von sinnlosen weiteren Optionen, man kann an ihm spielen - und doch - geschieht nichts von Belang. Und wie schon geschruben - es bringt nicht mehr Aufträge - also nicht das, was wirklich essentiell wäre.
Eigentlich - könnte man es vergleichen mit einem Handy, welches einst nur zum Telefonieren diente - und den Smartphones heute, die ihre abhängigen Benutzer nicht mehr in die Welt blicken lassen.
Las ein paar mal kurz im umfassenden Handbuch für dieses neue Teil - und stellte fest - daß es die auch mit Kamera gibt. Also - Überwachung des Limousinen-Innenraums. Wird wohl derzeit noch sehr sehr teuer sein - zum Glück für mich. Das ist nämlich wirklich etwas - was ich so gar nicht brauche. Über kurz oder lang - wird dieser blödsinnige Kontrollwahn vermutlich auch in unserem kleinen Geschäft Einzug halten. Es sei denn - die Welt dreht sich einfach mal wieder woanders hin. Und weg vom "Kapitalismus". Kann ja auch passieren.
Aber noch ein letztes Mal - zu diesem völlig unsinnigen, überflüssigen neuen Teil: Das kann zwar viel, was wir nicht brauchen - aber es kann überhaupt nicht "aktualisieren" - das heißt in der Praxis soviel wie - es zeigt mir nie die echten Bewegungen an den jeweiligen Halteplätzen an - und auch nicht, wer da allles gerade auf "Zufahrt" ist.
Ein sehr schwerer - einer der schwersten Systemfehler eigentlich - innerhalb unseres Metiers. Und dafür - würde ich keinen Cent hinlegen wollen.
Wie sind denn eigentlich - solche Programmierer drauf?!!!
Und - warum werden anscheindend/offenbar nicht echte Taxileute zu Rate gezogen bei einer solchen Software?
Oder auch beim Innenaufbau von gut verkauften Mercedes-Limousinen oder von mir auch VW-Touran-Modellen?
Sogar bei Details - was Mercedes-Limousinen betrifft - schon seit vielen Jahren frage ich mich, wie blöd die Ingenieure eigentlich sind - daß sie es immer noch reinregnen lassen in diese teuren Autos, wenn man das Fenster öffnet. Nun ja - sie würden mir wohl antworten - da mußt Du das Zusatzschirmchen kaufen. Und ich würde sagen: Weiß Du was - bei einer Kiste zu diesem Preis - solltest Du Dich ernsthaft um simple Lösungen von simplen Problemchen kümmern - das - wäre echter Service.
Aber wir sind ja - innerhalb dieser starren Denksysteme - noch immer ein wenig davon entfernt - uns wirklich mal gegenseitig zuzuarbeiten - und uns so das Leben leicht und angenehm zu gestalten.
Nur ein paar Beispiele - aus meiner Branche.
Wir Menschen - sollten uns einfach mal vorstellen - wie gut es eigentlich laufen könnte - wenn wir wirklich daran interessiert wären, daß alles leicht ineinander-greift. Erstaunlich immer wieder für mich - wie gut es dennoch läuft - obwohl anscheindend die eine Hälfte der Menschheit nur daran arbeitet - und gut dafür bezahlt wird - es den Anderen möglichst schwer zu machen. Zwecks eigenem Vorteil. Und aus Mangeldenken heraus.
Soweit - der philosophisch-poltische Beitrag - zum neuen Taxi-Display.
Samstag, 18. Mai 2013
Zauberhaft ....
... wie diese Mutter mit ihrem Kind umgeht. Eigentlich - habe ich heute abend keine Geduld mehr. Dachte ich jedenfalls - nach einem sehr müden Tag. Aber dies - läßt mich das wieder alles vergessen - und ich bin wieder da.
Ein vielleicht zweijähriges kleines Mädchen - erobert sich den eigenen Raum in der Welt - vor mir, als ich hinten in der Schlange an der Kasse stehe. Diese Kleine - steht völlig fest und doch auf beiden Füßen hin- und herschaukelnd einmal angstfrei und unirritiert mitten im Raum unter den vielen hektischen großen Exemplaren - und dann wieder erfühlt und ertastet sie ihr bislang Unbekanntes sehr aufmerksam mit den kleinen Händen und Fingern. Ich schaue ihr zu - und freue mich auch sehr über die seelenruhige Mutter, die sie einfach gewähren läßt. Die Mutter legt ruhig das Einzukaufende auf das Band - und die Kleine - untersucht die Gegenstände im Display. Cremedosen, etwa dreimal so groß wie ihre Hände. Sie tatset diese ab und befühlt sie, sortiert mal eine auf die andere Seite ... danach greift sie an die Glasflaschen mit anderem Kosmetik-Zeugs .... und ich geniesse es, daß sie gelassen wird von dieser Mutter.
Kein hysterischer Kommentar - nicht einmal ein Zucken seitens dieser Mutter - nur Lassen - und auch das kleine Mädchen sagt nichts weiter, ist aber voll beschäftigt mit ihrer Entdeckung. Es passiert - nichts. So - wie meistens nichts passiert, wenn man Kinder einfach in Ruhe läßt.
Die Kleine dreht sich um und schaut mich mit kugelnden Augen an. Ich muß lachen. Die Mutter auch. Die hatte natürlich - alles Wichtige im Blick - aber ihre Seelenruhe ist bemerkenswert. Und bemerkenswert wohltuend. So selten geworden.
Ich denke - es muß eine Russin sein. Mit Sicherheit. Keine Deutsche - die werden allzu schnell hysterisch.
Bis ich dran bin und bezahle - geniesse ich noch dieses kluge, aufgweckte Kind. Und ich bin ja nun wirklich nicht der kinderfixierte Typ. Aber die hier - ist einfach Zucker! Besonders auch zwischendurch wieder - die Augensprache. Die hat sie vielleicht mit ihrer Mutter zusammen gelernt - die kann das nämlich auch - wortlos und lächelnd mit ihrer Tochter nur über die Augen kommunizoeren. Schön - zwei so Schöne diese funkeln zu sehen.
An der Kasse - spricht die Mutter einwandfreies deutsch. Hmmmh - mensch kann sich auch mal vertun.
Als ich meine Sachen sortiere - vernehme ich dann doch sowas, was für mich wie russisch klingt, sie spricht mit ihrer Tochter.
Ich frage sie - sind Sie Russin? Nein - ich bin Ukrainerin.
Und ich sage ihr gerne - warum ich so unverschämt nachgefragt habe: Es war einfach wunderschön, das mit anzusehen, wie ruhig sie ist und wieviel Freiraum das Kind hat - um die Welt zu begreifen. Das - würde ich nur (noch) selten sehen. Und hierzulande - sei es oft so anders.
Sie - bedankt sich.
Ich - wollte es ihr einfach gerne sagen-
War eine Freude - das mitzuerleben.
Ein vielleicht zweijähriges kleines Mädchen - erobert sich den eigenen Raum in der Welt - vor mir, als ich hinten in der Schlange an der Kasse stehe. Diese Kleine - steht völlig fest und doch auf beiden Füßen hin- und herschaukelnd einmal angstfrei und unirritiert mitten im Raum unter den vielen hektischen großen Exemplaren - und dann wieder erfühlt und ertastet sie ihr bislang Unbekanntes sehr aufmerksam mit den kleinen Händen und Fingern. Ich schaue ihr zu - und freue mich auch sehr über die seelenruhige Mutter, die sie einfach gewähren läßt. Die Mutter legt ruhig das Einzukaufende auf das Band - und die Kleine - untersucht die Gegenstände im Display. Cremedosen, etwa dreimal so groß wie ihre Hände. Sie tatset diese ab und befühlt sie, sortiert mal eine auf die andere Seite ... danach greift sie an die Glasflaschen mit anderem Kosmetik-Zeugs .... und ich geniesse es, daß sie gelassen wird von dieser Mutter.
Kein hysterischer Kommentar - nicht einmal ein Zucken seitens dieser Mutter - nur Lassen - und auch das kleine Mädchen sagt nichts weiter, ist aber voll beschäftigt mit ihrer Entdeckung. Es passiert - nichts. So - wie meistens nichts passiert, wenn man Kinder einfach in Ruhe läßt.
Die Kleine dreht sich um und schaut mich mit kugelnden Augen an. Ich muß lachen. Die Mutter auch. Die hatte natürlich - alles Wichtige im Blick - aber ihre Seelenruhe ist bemerkenswert. Und bemerkenswert wohltuend. So selten geworden.
Ich denke - es muß eine Russin sein. Mit Sicherheit. Keine Deutsche - die werden allzu schnell hysterisch.
Bis ich dran bin und bezahle - geniesse ich noch dieses kluge, aufgweckte Kind. Und ich bin ja nun wirklich nicht der kinderfixierte Typ. Aber die hier - ist einfach Zucker! Besonders auch zwischendurch wieder - die Augensprache. Die hat sie vielleicht mit ihrer Mutter zusammen gelernt - die kann das nämlich auch - wortlos und lächelnd mit ihrer Tochter nur über die Augen kommunizoeren. Schön - zwei so Schöne diese funkeln zu sehen.
An der Kasse - spricht die Mutter einwandfreies deutsch. Hmmmh - mensch kann sich auch mal vertun.
Als ich meine Sachen sortiere - vernehme ich dann doch sowas, was für mich wie russisch klingt, sie spricht mit ihrer Tochter.
Ich frage sie - sind Sie Russin? Nein - ich bin Ukrainerin.
Und ich sage ihr gerne - warum ich so unverschämt nachgefragt habe: Es war einfach wunderschön, das mit anzusehen, wie ruhig sie ist und wieviel Freiraum das Kind hat - um die Welt zu begreifen. Das - würde ich nur (noch) selten sehen. Und hierzulande - sei es oft so anders.
Sie - bedankt sich.
Ich - wollte es ihr einfach gerne sagen-
War eine Freude - das mitzuerleben.
In der ganzen Kolonie ...
... kleben oder laufen über Wechselbänder seit etwa einer Woche Plakate, auf denen steht "Schreib Dein Buch!"
Huch!
Huch!
Bildertraum ....
.... finde mich im Traum - in der vormaligen Wohnung wieder. Wohne zwar nicht mehr dort - aber habe noch "Zeugs" dort. Hab´s nach vier Monaten des Umzugs immer noch nicht geschafft, den "Rest" einzupacken und abzuholen. Schaue nochmal aus dem Fenster der ehemaligen Dunkel-Hinterhofhütte und höre mich fast sagen: Na, war ja auch eine Weile ganz schön hier. Habe kurz Bedenknen, daß die ehemalige Vermieterin jetzt noch Miete von mir will, weil ich mein Zeug noch dort habe - vier Monate zu lang. Nein, will sie nicht. Ist schnell geklärt - alles bereinigt. Gut.
Die letzten ehemaligen Nachbarn aus dem großen Stadthaus leben immer noch dort. Sie sind braungebrannt und sehen erholt aus - ich frage diese, ob sie in Urlaub gewesen sein. Sie lachen - nein, sie hätten Urlaub zuhause gemacht. Alle anderen Bewohner seien in Urlaub gefahren - und sie konnten sich endlich mal wieder erholen und ihren Garten nach Herzenslust nutzen. Realiter haben sie gar keinen - war wohl der Seelengarten.
Ich schaue über die noch in der ehemaligen Behausung stehenden Dinge - und habe wirklich keine Lust mehr, mich um diese zu kümmern. Lauter "Ansammlungen", die nicht mehr gebraucht werden. Ein Regal voller Fguren, Symbole und kleinen "Sammel-Püppchen" - sogar chinesische dabei.
Ich wähle einen einzigen Gegenstand - zum Mitnehmen in mein neues Zuhause - den kannte ich noch gar nicht. Es ist eine sehr schlichte runde, zylindrische Hülle aus Kupfer, nach vorne hin offen und innen eine Blüte. Dort, wo ich jetzt wohne - lebe ich nicht alleine, sondern mit dem Mann, mit dem ich leben möchte und mit dem ich gemeinsam Erde und Garten "beackern" möchte. Und dorthin - möchte ich all das alte Zeugs nicht mal zur "Zwischenlagerung" hin mitnehmen.
Viele Bücher gehören auch dazu, die nicht mehr gebraucht werden. Die Nachbarn fragen mich noch nach diesem "alten, verrostesten Fahrrad" und ich meine spontan und laut: "Nein - das ist nicht verrostet! Das ist lediglich Flugrost, der geht ganz leicht wieder runter und dann ist das wieder wie neu." Merke dann aber - daß ich mein Fahrrad schon mit mir genommen habe - und lasse dieses also auch da. Wenn sie wollen, können sie es sich ja nehmen.
Alles Andere - kann ich ja wieder mühelos auf die Straße stellen - es wird gerne und zügig mitgenommen von den vielen Menschen, die da vorübergehen.
Traum-Übersetzung nach dem Aufwachen und aus dem Bett heben: Klare Botschaft! Noch viel mehr "Tand" loslassen und alles abgeben, was nicht mehr wirklich benötigt wird. Hier - ist Zwischenstation und somit "Lagerstätte" für die Restbestände - zuvorderst Bücher. Was den "Instrumentenpark" betrifft - das ist noch nicht durchgereift. Und gerade seit gestern freue ich mich wieder außerordentlich - daß seinerzeit niemand mein formidables Keyboard kaufen wollte. Dieses ist - sowas wie ein alter Jaguar unter den Keyboards - auch, wenn ich es - noch - nicht wirklich lenken kann. Und auch ebenso massiv gebaut und schwer wie ein solcher. Inzwischen gibt es ja federleichte Exemplare ....
Aber gerade gestern sandten mir die Götter eine quicklebendige, sehr natürliche und äußerst sympathische Kurzbegleitung in die Limousine - eine Frau aus dem Emsland, welche mich wieder dran erinnerte - sowohl ans Keyboard wie ans weite Emsland. Auch an andere Fahrgäste einst, von denen ich mich gerne seinerzeit zum Kaffetrinken in ihrem Hotel einladen ließ - er ein abgewandeter Kölner und ehemaliger Taxifahrer mit einstigen Horrorgeschichten - nun aus dem weiten Land an der Ems kommend. Heute - reitet er manchmal seine Wege auf Pferden ab .... Schwelgte einst mit diesen gerne in solchen langsamen Vibrationen - wie mit dieser tollen Frau gestern, die mir von ungerührten Traktor-Schwätzchen mitten auf den Straßen des Emslandes zu berichten wußte - und alle warten einfach gelassen, bis es dann wieder weitergeht.
Sie hat gerade angefangen mit Keyboard-Spielen - ein von der Tochter verschmähtes Exemplar,. welches schließlich, nach mehrmaligen Hin- und Herverschieben, sie ansprang - und übt leidenschaftlich gerne. Nimmt es sogar in ihrem Wohnmobil mit - statt TV und/oder Computer.
Und ich dachte nach der Fahrt - uff, wie gut, daß ich manchmal länger brauche mit Aussortieren.
All die vielen Dinge, die ich einst gerne und schnell aussortiert hatte, kommen bis heute als immer wieder erstaundlich erfreuliche Resonanz zu mir zurück. Hatte einst wirklich viele Bücher in eine göttliche Stadtoase gegeben - die gingen weg, wie warme Semmeln. Manchmal gab jemand ungebeten etwas für mich ab - und bis heute - gerade heute war ich wieder dort - zahle ich nicht mal meinen Espresso dort. Werde allzu oft beschenkt. Freut mich, daß da viel unerwartete Freude im Nachhall ist.
Bin in den vergangenen Monden nur noch selten dort gewesen - aber immer wieder hörte ich davon, wenn ich endlich mal wieder einbremste. Und letzte Woche war ich nochmal dort - bekam einen Anruf, daß eine Figur nun verkauft sei und ich solle mir doch das Salär abholen. Hatte das völlig vergessen. War aber schon etwa zwei Wochen mit einem anderen Geschenk für die göttlich kochende "Instanz" des Lokals unterwegs.
Wurde dann noch von der immer noch anwesenden Käuferin empfangen mit "Die sei ja soooo schön." Prima - so haben nun alle ein gutes neues Domizil. Ich erzählte ihr noch kurz was zur Symbolik - paßte wie der Deckel auf den Topf. Die schönen Bücher - hätten sie "über den langen Winter gerettet", meinte diese mir bislang Unbekannte noch.
Ich - freue mich, daß meine einstige Erleichterung von "Zeugs" - derart die Besitzer gewechselt hat.
Hab´s ja nicht etwa aus Altruismus - sondern aus purem Eigennutz getan - um nicht soviel mitzuschleppen.
Und beim nächsten Mal - soll es noch weniger sein.
Die letzten ehemaligen Nachbarn aus dem großen Stadthaus leben immer noch dort. Sie sind braungebrannt und sehen erholt aus - ich frage diese, ob sie in Urlaub gewesen sein. Sie lachen - nein, sie hätten Urlaub zuhause gemacht. Alle anderen Bewohner seien in Urlaub gefahren - und sie konnten sich endlich mal wieder erholen und ihren Garten nach Herzenslust nutzen. Realiter haben sie gar keinen - war wohl der Seelengarten.
Ich schaue über die noch in der ehemaligen Behausung stehenden Dinge - und habe wirklich keine Lust mehr, mich um diese zu kümmern. Lauter "Ansammlungen", die nicht mehr gebraucht werden. Ein Regal voller Fguren, Symbole und kleinen "Sammel-Püppchen" - sogar chinesische dabei.
Ich wähle einen einzigen Gegenstand - zum Mitnehmen in mein neues Zuhause - den kannte ich noch gar nicht. Es ist eine sehr schlichte runde, zylindrische Hülle aus Kupfer, nach vorne hin offen und innen eine Blüte. Dort, wo ich jetzt wohne - lebe ich nicht alleine, sondern mit dem Mann, mit dem ich leben möchte und mit dem ich gemeinsam Erde und Garten "beackern" möchte. Und dorthin - möchte ich all das alte Zeugs nicht mal zur "Zwischenlagerung" hin mitnehmen.
Viele Bücher gehören auch dazu, die nicht mehr gebraucht werden. Die Nachbarn fragen mich noch nach diesem "alten, verrostesten Fahrrad" und ich meine spontan und laut: "Nein - das ist nicht verrostet! Das ist lediglich Flugrost, der geht ganz leicht wieder runter und dann ist das wieder wie neu." Merke dann aber - daß ich mein Fahrrad schon mit mir genommen habe - und lasse dieses also auch da. Wenn sie wollen, können sie es sich ja nehmen.
Alles Andere - kann ich ja wieder mühelos auf die Straße stellen - es wird gerne und zügig mitgenommen von den vielen Menschen, die da vorübergehen.
Traum-Übersetzung nach dem Aufwachen und aus dem Bett heben: Klare Botschaft! Noch viel mehr "Tand" loslassen und alles abgeben, was nicht mehr wirklich benötigt wird. Hier - ist Zwischenstation und somit "Lagerstätte" für die Restbestände - zuvorderst Bücher. Was den "Instrumentenpark" betrifft - das ist noch nicht durchgereift. Und gerade seit gestern freue ich mich wieder außerordentlich - daß seinerzeit niemand mein formidables Keyboard kaufen wollte. Dieses ist - sowas wie ein alter Jaguar unter den Keyboards - auch, wenn ich es - noch - nicht wirklich lenken kann. Und auch ebenso massiv gebaut und schwer wie ein solcher. Inzwischen gibt es ja federleichte Exemplare ....
Aber gerade gestern sandten mir die Götter eine quicklebendige, sehr natürliche und äußerst sympathische Kurzbegleitung in die Limousine - eine Frau aus dem Emsland, welche mich wieder dran erinnerte - sowohl ans Keyboard wie ans weite Emsland. Auch an andere Fahrgäste einst, von denen ich mich gerne seinerzeit zum Kaffetrinken in ihrem Hotel einladen ließ - er ein abgewandeter Kölner und ehemaliger Taxifahrer mit einstigen Horrorgeschichten - nun aus dem weiten Land an der Ems kommend. Heute - reitet er manchmal seine Wege auf Pferden ab .... Schwelgte einst mit diesen gerne in solchen langsamen Vibrationen - wie mit dieser tollen Frau gestern, die mir von ungerührten Traktor-Schwätzchen mitten auf den Straßen des Emslandes zu berichten wußte - und alle warten einfach gelassen, bis es dann wieder weitergeht.
Sie hat gerade angefangen mit Keyboard-Spielen - ein von der Tochter verschmähtes Exemplar,. welches schließlich, nach mehrmaligen Hin- und Herverschieben, sie ansprang - und übt leidenschaftlich gerne. Nimmt es sogar in ihrem Wohnmobil mit - statt TV und/oder Computer.
Und ich dachte nach der Fahrt - uff, wie gut, daß ich manchmal länger brauche mit Aussortieren.
All die vielen Dinge, die ich einst gerne und schnell aussortiert hatte, kommen bis heute als immer wieder erstaundlich erfreuliche Resonanz zu mir zurück. Hatte einst wirklich viele Bücher in eine göttliche Stadtoase gegeben - die gingen weg, wie warme Semmeln. Manchmal gab jemand ungebeten etwas für mich ab - und bis heute - gerade heute war ich wieder dort - zahle ich nicht mal meinen Espresso dort. Werde allzu oft beschenkt. Freut mich, daß da viel unerwartete Freude im Nachhall ist.
Bin in den vergangenen Monden nur noch selten dort gewesen - aber immer wieder hörte ich davon, wenn ich endlich mal wieder einbremste. Und letzte Woche war ich nochmal dort - bekam einen Anruf, daß eine Figur nun verkauft sei und ich solle mir doch das Salär abholen. Hatte das völlig vergessen. War aber schon etwa zwei Wochen mit einem anderen Geschenk für die göttlich kochende "Instanz" des Lokals unterwegs.
Wurde dann noch von der immer noch anwesenden Käuferin empfangen mit "Die sei ja soooo schön." Prima - so haben nun alle ein gutes neues Domizil. Ich erzählte ihr noch kurz was zur Symbolik - paßte wie der Deckel auf den Topf. Die schönen Bücher - hätten sie "über den langen Winter gerettet", meinte diese mir bislang Unbekannte noch.
Ich - freue mich, daß meine einstige Erleichterung von "Zeugs" - derart die Besitzer gewechselt hat.
Hab´s ja nicht etwa aus Altruismus - sondern aus purem Eigennutz getan - um nicht soviel mitzuschleppen.
Und beim nächsten Mal - soll es noch weniger sein.
